12. April 2014
von Anja
Keine Kommentare

Im Leben anderswo: Bänke

Bank am See im Raakmoor.Immer, wenn ich ein paar Tage zu Hause bei meiner Mutter war, ging ich ins Raakmoor. Irgendwann nahm ich mal den Fotoapparat mit. Dabei entstand ein Bild von einer Bank am See, welches mir aus irgendwelchen Gründen sehr ans Herz gewachsen ist. Ganz unbewusst begann ich seitdem, immer wieder Bänke zu fotografieren. Mit dem alten Handy, dem ersten Smartphone, der Pentax, der Canon-Digiknipse, dem iPhone. Schnappschüsse, etwas durchdachtere Bilder. Alles quer Beet. Mittlerweile sind einige Bänke von unterschiedlichen Orten zusammengekommen. Die sammle ich jetzt hier auf einer extra Seite im NetLeben. Ob ich sie irgendwann, irgendwohin ausquartiere, weiß ich noch nicht. Erstmal finden sie hier ihren Platz.

Ich weiß nicht, was mich an den Bänken reizt. Diesen Orten zum Verweilen. Denn ich setze mich nahezu nie auf eine dieser Bänke. Ich laufe meist an ihnen vorbei. Überlege, ich könnte mich ja auch mal hinsetzen und eine Pause einlegen und stelle dann fest, dass mir aber gar nicht nach sitzen und Pause machen ist.

28. März 2014
von Anja
Keine Kommentare

Früher war mehr flattr

Ein Gedanke, der mir zur Zeit immer öfter wieder durch den Kopf geht: „Früher war mehr flattr.“ Nicht, dass ich hier jemals viel geflattrt worden wäre, das meine ich gar nicht. Gut, es gab Zeiten, da gab es immer hin und wieder mal was, dann bin ich abgesoffen und jetzt fange ich wieder von vorne an.

Aber es gab manchmal etwas. Ich habe das Gefühl, das flattrn ist vollkommen aus der Mode gekommen. Auch bei mir selbst. Seit gefühlten Ewigkeiten habe ich flattr nicht mehr benutzt. Mein Konto dümpelt ohne Budget vor sich hin, ich muß soagr über meine Zugangsdaten nachdenken. Warum eigentlich? Warum investiere ich nicht mehr eine gewisse Summe, um damit anderen zu zeigen, dass ich gut finde, was sie geschrieben haben? Warum ist der Klick auf den flattr Button eines Blogposts so viel schwieriger, als der auf die anderen Social Media Links? Ja, mich hat in letzter Zeit tatsächlich manches Mal schlicht mein nicht aufgeladenenes flattr Konto daran gehindert. Aber den Schritt, es einfach mal wieder mit einer Summe zu bestücken, für den habe ich immer gerade keine Zeit. So, wie ich überhaupt im letzten Jahr oft keine Zeit hatte, überhaupt etwas zu lesen. Da ging dann auch flattr mir irgendwie verloren.

Während ich so darüber nachdenke, fällt mir ein sehr guter Artikel zu flattr von Kristine Honig-Bock ein, ich suche nach ihm und sehe mit Schrecken, dass das bereits 2012 war.

Weiterlesen →

24. März 2014
von Anja
Keine Kommentare

Facebook als Informationsquelle

Facebook Interessenliste Kinderbuchautoren und VerlageKürzlich wurde ich wieder gefragt, wo ich denn immer diese ganzen Bücher für meine Tochter auftreibe. Also die, die nicht gerade megapräsent in den großen Buchhandlungsregalen stehen. Klar, wir haben hier eine Buchhandlung vor Ort, da gibt es immer mal wieder etwas zu entdecken. Viele Bücher haben wir auf der Frankfurter Buchmesse gefunden und auf die Wunschliste gesetzt.

Aber „Lindbergh – Abenteuer einer fliegenden Maus“ zum Beispiel (Rezension im Familienblog), das war zur Frankfurter Buchmesse noch nicht erschienen, auch sonst war es noch nicht präsent. „Wo hast Du das gefunden?“, wurde ich auch da zum wiederholten Male gefragt. „Netzwerke“, antwortete ich. „In Sachen Bücher mag ich vor allem Facebook.“ „Facebook????“, lautet da oftmals die völlig erstaunte Antwort.

Ja, Facebook. Sicher, Facebook ist ein Freunde-Netzwerk, umstritten, geliebt, und gehaßt. Je nachdem, mit wem man sich unterhält. Aber dass sich Facebook auch gezielt als Informationsquelle einsetzen läßt, ist vielen nicht bewußt.  Vor anderthalb Jahren schrieb ich hier schon mal etwas über Facebooks Interessenlisten. Dass ich sie mag und wie man sie anlegt.  Da mir zu dem Thema aber in letzter Zeit wieder so häufig unterkommt, greife ich es jetzt noch einmal frisch auf.

Was nützen mir diese Interessenlisten? Nun, ich kann Seiten von Firmen, Bloggern, Vereinen, Künstlern usw. für mich in Schubladen packen (vorausgesetzt natürlich, es gibt von den Betreffenden eine Facebook-Seite). Kann das, was mich interessiert, thematisch sortieren. Ich muß mir nicht alle Seiten in meinem Newsfeed anzeigen lassen, ich muß noch nicht mal bei allen Seiten auf „Gefällt mir “ klicken, um mitzubekommen, was da so läuft. Bei manchen möchte ich vielleicht auch nur wissen, was die so machen (aus beruflichen Gründen o.ä), von „gefallen“ kann eventuell gar keine Rede sein.

Weiterlesen →

7. März 2014
von Anja
Keine Kommentare

Facebook: In Sachen Freundschaftsanfragen

Es ist schon lange her, dass ich mich hier mal zum Thema Freunde bei Facebook geäußert habe. Zur Zeit flattern bei mir gehäuft Freundschaftsanfragen rein, welche ich nicht zuordnen kann. Mir sagen die Namen nichts, die Profilbilder ebensowenig. Manchmal vermute ich vielleicht noch eine Verbindung und sehe mir die Chronik des Anfragenden an.

Dann frage ich mich, was soll das? Wozu schickt mir jemand mir Unbekanntes eine Freundschaftsanfrage? Aus reiner Sammelwut/ -Leidenschaft? Nein, ich gehöre nicht zu den Jägern und Sammlern, und werde damit auch nicht anfangen, nur weil mir diverse Leute Angebote machen.

Ich akzeptiere nur Freundschaftsanfragen von Menschen die ich persönlich kenne. Oder von solchen, die ich in den Weiten der virtuellen Welt gut kenne. Nicht nur, weil da jemand aus nur ihm bekannten Gründen auf den „Freundschaftsanfrage senden“ Button bei Facebook geklickt hat.

Weiterlesen →

4. März 2014
von Anja
Keine Kommentare

Dafür habe ich heute keine Zeit

Morgensonnenschein am Waldesrand…aber ich mache es trotzdem!
So dachte ich heute Morgen. Das Kind machte sich als Seehund auf den Weg zur Schul-Faschingsfeier und draußen kündigte sich ein herrlicher Tag an. Es war noch frostig, die Wiesen noch weiß gefroren, aber die Sonne strahlte vom Himmel. Verlockend. Sehr verlockend. Ich mag die Morgenluft. In den letzten Jahren ist es selten geworden, dass ich gleich morgens rausgehe.

Warum eigentlich? Ja, das Pferd ist tot. Wann immer ich frei hatte, führte früher der erste Weg nach oben zum Stall. Seitdem die alte Oma nicht mehr lebt, ist immer etwas anderes wichtiger. Einkaufen. Putzen. So viele freie Tage in der Woche habe ich dann ja auch nicht.

Auch heute war mein Tagesplan voll. Hausputz stand an. Diverse Dinge mußten gelesen und durchgearbeitet werden. Texte wollten erdacht und getippt werden. Alles wichtig. Wie immer. Ich blickte sehnsuchtsvoll nach draußen. Endlich so ein richtig schöner Morgen mit Sonne, die Luft roch nach Frühling. „Du mußt heute viel schaffen, du hast nur den Vormittag“, mahnte es in meinem Kopf.

einsamer ZaunpfahlWas tat ich? Ich zeigte meinem Kopf und den Tagesplänen einen Vogel, suchte die dicken matschgeeigneten Stiefel hervor, zog mich an und ging los. Atmete die leicht frostige Luft ein. Dachte an den Hausputz. Verwarf das schlechte Gewissen und beschloß das einzig Gescheite: ein geputztes, ordentliches Haus ist lange nicht so wichtig, wie eine aufgeräumte Seele. Hausputz hilft eher selten bei letzterem.

Weiterlesen →

26. Februar 2014
von Anja
Keine Kommentare

Dabei beim MLAB-Kurs Kinderzimmer-Productions

MLAB RoboIm letzten Jahr habe ich am ersten offenen Onlinekurs des Medialiteracylabs teilgenommen. Damals ging es um gute Apps für Kinder. Auch in diesem Jahr bietet das MLAB wieder einen (kostenlosen) Kurs an. Dieses Mal zum Thema »Kinderzimmer-Productions«. Was machen die Kinder und Jugendlichen eigentlich so an ihren Computern, Tablets, Smartphones? Wobei »machen« in diesem Falle wirklich das aktive selber produzieren meint. Videos, Podcasts, schreiben, bauen…Was wissen wir Erwachsenen darüber? Was verstehen wir davon? Finden wir es raus.

Der Kurs richtet sich vor allem an Medienpädagogen, Lehrer, Erzieher und andere, die beruflich mit Kindern/ Jugendlichen zu tun haben. Aber auch Eltern und andere Interessierte sind willkommen. Es gibt mittlerweile 30 Arbeitsgruppen zu unterschiedlichsten Bereichen. Genaue Kursinformationen, sowie eine Auflistung der Gruppen gibt es auf den Seiten des MLAB. Hier können sich Interessierte auch anmelden.

Weiterlesen →

25. Februar 2014
von Anja
Keine Kommentare

Kinderseiten: Meine-Forscherwelt.de

Mein-Forschergarten.deUnter meine-Forscherwelt.de findet sich ein Forschergarten für Kinder. Ein Garten im Internet? Ja, ein virtueller Garten zum Entdecken und Erforschen. Der Forschergarten wurde entwickelt von der Stiftung Haus der kleinen Forscher und wird von einigen namhaften Partnern unterstützt. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und war nominiert für den Digita 2013.
Hinweis: der Forschergarten ist sehr umfangreich es gibt unglaublich viel für die Kinder zu entdecken. Deswegen werde ich hier nur kleine Ausschnitte direkt ansprechen. Sonst würde dieser Beitrag jeden Rahmen sprengen.

Was verbirgt sich im Foschergarten?

Öffnet man die Seite, wird man von zwei freundlichen Kindern (Juli und Tim) begrüßt, die sagen: „Komm mit unseren Forschergarten.“ Das heißt, die Seite eignet sich zunächst auch für Kinder, welche noch nicht lesen können. Sie ist optisch sehr ansprechend gestaltet, mit einem wunderschönen Bild von zwei Kindern im Wintergarten in einer Schneelandschaft (Garten wechselt je nach Jahreszeit). Die Seite stellt sich übersichtlich und aufgeräumt dar, so dass das Kind nicht überfordert wird. Juli und Tim führen die Besucher auch weiter durch den Forschergarten, von beiden gibt es auch Steckbriefe.

Das Kind wird also zunächst auch akustisch begrüßt, dann kann es sich orientieren. Geht es mit dem sehr großen Mauszeiger über die Seite, verwandelt sich der Zeiger öfter mal in eine Hand mit Zeigefinger und zeigt dem Kind dadurch, dass es etwas anzuklicken gibt.

Zentrale Links sind nicht nur schriftlich zu erkennen, sondern werden auch vorgelesen. Das ist manchmal etwas ungünstig, weil diese Punkte sehr eng zusammen liegen und dadurch ein akustisches Wirrwarr entstehen kann. Geht das Kind allerdings langsam von einem Ort zum anderen und hört sich erst mal einen Satz zu Ende an, ist es kein Problem. Die Sprache ist gut verständlich und Kind weiß sofort, was sich hinter den Links verbirgt.

Weiterlesen →

20. Februar 2014
von Anja
Keine Kommentare

Gedanken zum WhatsApp-Theater

(Achtung. Dieses ist ein subjektiver, spontaner Beitrag. Er kann durchaus leichte Spuren von Ironie enthalten)

WhatsApp, die App, mit welcher man munter Kurznachrichten hin- und her schicken kann. Mit Gruppenfunktion. Der Hype bei Jugendlichen. Läuft Facebook den Rang ab. Kostenlos. Äh, nee, Moment. Kostenlos? Da gab es den ersten Aufschrei, damals. Als WhatsApp sagenhafte 89 Cent pro Jahr für die Nutzung des Dienstes haben wollte. Also quasi soviel, wie man vor WhatsApp noch für 2-3 sms gezahlt hatte.

Ja, genau. Die Nutzer regten sich über weniger als 1 € Kosten pro Jahr auf. Nicht etwa darüber, wie WhatsApp mit den eigenen Daten umging. Was die App alles so an Berechtigungen einfordert. Aber das ist in unserem Land ja normal. Das mit dem Nicht-Aufregen über das Ausspioniert werden. Man hat ja nichts zu verbergen. Kurze Aufregung also um die Kosten, Schulterzucken, Weiternutzen. Millionenfach. Ach ja und dann war da doch mal was, das WhatsApp gehackt wurde, oder? Wieder großes Theater. Kurzes Aufregen, kurze Panik, Schulterzucken, Weiternutzen.

Und ich? Mich interessierte das alles nicht. Ich habe WhatsApp einfach ignoriert. Freundlicherweise war es auf meinem Sony Xperia Active zwar vorinstalliert, wollte sich aber partout nicht überreden lassen, mich mitspielen zu lassen. Gut, war mir recht. Lieferte mir eine einfache Ausrede, WhatsApp nicht zu nutzen. Ich sah weder den Sinn für mich, noch hatte ich ernsthaft Interesse daran, noch jemandem meine Daten auszuhändigen. Gerade bei Apps, welche (sogar offiziell) Zugriff auf meine Kontakte wollen, bin ich zurückhaltend.

Weiterlesen →

18. Februar 2014
von Anja
Keine Kommentare

Langsames Wiederfinden

Sendemast, Sonnenstrahlen brechen durch die WolkenIch tauche langsam wieder auf. Irgendwann im Laufe des letzten Jahres bin ich komplett abgesoffen. Ich habe hier im NetLeben schon manches Mal darüber geschrieben, dass die Umstände mich zermürben. Wann genau ich komplett untergegangen bin, weiß ich gar nicht. Wenn ich in diesem Blog zurückblättere, fällt mir jedoch auf, dass das Ganze über fast ein Jahr gelaufen sein muss.

Jetzt hatte ich vier Wochen frei, weil ich mir neue Perspektiven schaffen wollte. Ich wollte mir einen neuen Job suchen, oder vielleicht endlich aus dem vielen Einzelteilen, die ich kann, eine neue Einnahmequelle basteln. Es kam jedoch anders.
Kurz bevor die geplanten vier arbeitsfreien Wochen begannen, ging mir jegliche Kraft aus. Und das so gründlich, dass meine Akkus wirklich restlos entleert waren. Nun kann ich mich nicht wie ein altes iPhone zum Beispiel einfach mal austauschen. Meine Akkus wollten sich aber schlichtweg nicht mehr aufladen. Das zog sich über fast zwei der vier freien Wochen. Dann kam eine gemeine Erkältung, welche mich weitere zwei Wochen außer Gefecht setzte. Nun sind meine vier freien Wochen um und geschafft habe ich fast gar nichts.

Ich habe im Laufe der Wochen die Stellenanzeigen durchforstet, aber mich letztlich an nichts richtig ran getraut. Ja, ich darf mich Social Media Manager nennen, die Ausbildung dafür habe ich, den Fernkurs habe ich äußerst erfolgreich abgeschlossen (wie man so schön sagt). Aber die Praxis kann ich nun mal nicht nachweisen. Zu sehr hatte mich der Alltag im Griff, um mir hier nebenbei etwas aufzubauen. Und wenn ich etwas gut kann, dann ist es, dass ich mich schlecht verkaufen kann.

Weiterlesen →

17. Februar 2014
von Anja
1 Kommentar

Selbstversuch: Bloggen mit Siri

iPad-Tastatur mit Siri-Mikrofon Dieser Artikel ist ein Versuch. Ein Selbstversuch. Ich versuche ihn komplett mit Apples Spracherkennung Siri zu schreiben. Schafft Siri es schneller, diesen Text aufs Papier, beziehungsweise ins Blog zu bringen, als ich, wenn ich ihn tippe? Schließlich kann Siri mehr als nur im Internet nach dem Wetter suchen, SMS verschicken, twittern, oder auf Befehl Leute anrufen.
Dieser Versuch ist eine spontane Idee. Ich schnappe mir also mein iPad, setze mich hin, und fange an zu diktieren. Wenn ich am iPad schreibe, nehme ich dafür meistens das Programm kWrite. Das bietet auch eine Diktierfunktion für Siri.

Oft habe ich Texte im Kopf, die ich so schnell aber nicht aufschreiben kann. Ich hatte schon als Kind gelernt im zehn Finger System auf der Schreibmaschine zu schreiben, aber dennoch ist die Motorik der Finger oft einfach zu langsam, um den Gedanken zu folgen. Jetzt ist die Frage: geht das mit Siri besser?
Ich weiß, dass ich nicht immer eine lupenreine Aussprache habe, zum Beispiel schmatze ich ziemlich viel. Für mich als Tontechnikerin ein sehr großes Problem, weil ich das immer höre. Hier ist das allerdings anders es geht ja ums Schreiben. Kann Siri das umsetzen und trotz meiner Aussprachefehler die richtigen Worte für mich finden?

Weiterlesen →