An einem sonnigen Morgen im Leben anderswo

kaputtes TorMai 2013. Regen. Kälte. Dieser Mai hat so wenig von dem, was man von ihm erwarten würde. Doch gestern, da war es soweit: Es gab einen ganzen Tag voll Sonne, Wärme und ohne Regen. Was für ein unglaubliches Glück: Ich hatte sogar frei. Natürlich hatte ich ca. hundertausend Dinge zu erledigen, zu organisieren und überhaupt.

Die Priorität richtete sich dann aber nach dem Wetter. Denn Ende Juni ist hier Kindergeburtstagsfeier mit Schatzsuche. Ja, wenn es regnet, findet die Schatzsuche trotzdem statt, aber zur Vorbereitung der Wege und Schatzkarte mußte ich erstmal eine Strecke finden und Fotos relevanter Orte machen. Ich gestehe, ich traute dem Wetterfrieden nicht so ganz und bin direkt um 9 Uhr los.

Der eigentlich erhoffte Nebeneffekt, mal wieder etwas ruhiger zu werden, blieb allerdings aus. Bei aller frischen Luft, bei allem Sonnenschein, kam ich auch gehetzt wieder zu Hause an. So richtig genossen habe ich die gute Stunde in der Natur nicht. Viel zu voll ist mein Kopf. Viel zu viel das, was noch alles erledigt werden mußte.

Es fühlte sich ein wenig schräg an, die Wege entlangzulaufen, den Kopf voller Planungen und dennoch so viele schöne Momente zu entdecken. Hier ein Lichteffekt im Wald, da eine vereinzelte kleine Blume, ein Schmetterling. Momente, in denen es mir gelang, kurz inne zu halten und Luft zu holen.

Die Waldwege waren jedoch noch komplett vermatscht, ich strich sie schnell aus meinen Schatzsuche Planungen. Wer weiß, ob es in den nächsten zwei bis drei Wochen mal lange genug trocken bleibt. Ja, die Mädchen können mit Gummistiefeln ausgerüstet gerne in Pfützen springen, aber die Matschstrecken möchte ich dennoch lieber meiden. Es blieb am Ende eine Kompromißstrecke, aber richtig verpackt wird es trotzdem Spaß machen. Vorausgesetzt, ich beende bis dahin meinen Dauerlauf und komme mal wieder etwas runter… Von den derzeitigen 200% auf wenigstens 150% Leistung.

Ein paar Eindrücke:

Kommentare sind geschlossen.