Bänke

Bank am See im Raakmoor.Immer, wenn ich ein paar Tage zu Hause bei meiner Mutter bin, gehe ich ins Raakmoor. Irgendwann nahm ich mal den Fotoapparat mit. Dabei entstand ein Bild von einer Bank am See, welches mir aus irgendwelchen Gründen sehr ans Herz gewachsen ist. Ganz unbewusst begann ich seitdem, immer wieder Bänke zu fotografieren. Mit dem alten Handy, dem ersten Smartphone, der Pentax, der Canon-Digiknipse, dem iPhone. Schnappschüsse, etwas durchdachtere Bilder. Alles quer Beet. Mittlerweile sind einige Bänke von unterschiedlichen Orten zusammengekommen. Die sammle ich jetzt hier. Ob ich sie irgendwann, irgendwohin ausquartiere, weiß ich noch nicht. Erstmal finden sie hier ihren Platz.

Ich weiß nicht, was mich an den Bänken reizt. Diesen Orten zum Verweilen. Denn ich setze mich nahezu nie auf eine dieser Bänke. Ich laufe meist an ihnen vorbei. Überlege, ich könnte mich ja auch mal hinsetzen und eine Pause einlegen und stelle dann fest, dass mir aber gar nicht nach sitzen und Pause machen ist.

4 Kommentare zu “Bänke

  1. Mir gefallen die Bilder, denn sie transportieren eine Atmosphäre, eine Stimmung. Spontan bedauere ich beim betrachten, daß ich nicht ins Bild schlüpfen und mich auf die Bank setzen kann.

    Ohne jetzt Kunstexperte zu sein, möchte ich doch behaupten, daß diese Aufnahmen “romantisch” (angesichts der Entstehungszeit wäre wohl “neoromantisch” der korrekte Begriff) im kunsthistorischen Sinne genannt werden können. Ich will nicht ausschweifen, deshalb nur kurz:

    All diese Bänke können als Stellvertreter für einen Betrachter gelten; der Blick wenn man auf ihnen sitzt ist das eigentlich interessante. Im Zeitalter der Romantik war aber ein Betrachter der Szene ein wesentliches Stilelement, oft auch derart, daß der Blick des Betrachters in der Szene dem Betrachter des Bildes verborgen bleibt – man denke beispielsweise an Caspar David Friedrichs “Der Wanderer über dem Nebelmeer”, “Frau am Fenster” oder auch den Tetschener Altar (bei dem allerdings der Gekreuzigte die Rolle des Betrachters einnimmt, eine Groteske, wie sie ebenfalls typisch für die Romantik ist). Auf zwei Bildern bildet die Botanik einen Rahmen um die Bank, auch das ein Motiv der Romantik.

    Du merkst: ich wünsche mir mehr davon!

    • Hui. Danke!
      Ich habe hier noch diverse Fotos, die ich nach und nach einbauen werde. Immer, wenn mal etwas Zeit ist.

  2. Hallo Anja,

    die Idee gefällt mir. Ich habe vor fast 4 Jahren als ich in Dangast war auch mal eine Bank fotografiert: https://www.flickr.com/photos/sonnenhexer/4632054953/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*