Des Guten zu viel

Brücke Schlosspark BiebrichGänsehaut. Sie überfällt mich.
Heimlich schleicht sie sich an. Ist da. Sitzt mir im Nacken. Läßt mich nicht wieder los.
Gänsehaut, gekommen um zu bleiben.
So faszinierend, so umwerfend, so mitreißend.
Es ist genug. Jedes Mal wieder ist sie da, diese Gänsehaut, die ich nicht abschütteln kann.
Jedes Mal schleicht sie sich an. Ich kann mich nicht schützen.

Gänsehaut. Weil es mich so mitnimmt.
Mich mehr als die anderen drumherum? Vielleicht haben sie auch eine Gänsehaut, ich kann es nicht sehen.

Dieses Mal ist es anders. Noch mehr Gänsehaut. Sie schleicht sich auch nicht an. Sie überfällt mich. Sie läßt mich zittern. Nur eine kleine Änderung läßt diese Gänsehaut zu viel werden. Für mich.

Ich kann es kaum noch ertragen. Diesmal wird es schlimmer, es paßt zu gut zusammen. Zu gut für das, was ich an gut ertragen kann. Ich ziehe mir eine Jacke über. Aber die Gänsehaut kommt nicht von Kälte. Sie kommt, weil es zu gut ist. So unauffällig, unterschwellig. Dann noch das entscheidende bißchen Mehr, das es nur so selten dazu gibt. Es raubt mir den Atem. Gut, dass es selten so zusammenkommt.

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