Die ILS App zum Fernkurs Social Media Manager

ils AppIch bin verführt worden, mich zu einem Testbericht über die App zu meinem Fernlehrgang hinreißen zu lassen. Nun gut. Vorweg sei angemerkt, dass diese App (mit) Schuld daran ist, dass ich mir ein iPad gekauft habe. Wirklich. Ich habe den Fernlehrgang zum Social Media Manager bei der Fernakademie Klett begonnen und mich ins Abenteuer berufs- und muttersein- begleitende Lernen gestürzt.

Theoretisch war alles bestens. Doch: Ganz klassisch kommen die Kursunterlagen gedruckt in Heftform. Wie auch sonst. Zum Glück läßt sich die jeweils aktuelle Heftversion auch als PDF runterladen. Nun hat dieser Kurs ja irgendwie inhaltlich etwas mit diesem „Internet“ zu tun. Das heißt, da sind viele, viele Links enthalten. Sei es als Quellennachweis, oder als Lerntipp, oder oder oder. Dann sitzt man im ungünstigsten Fall also da, Studienheft in der Hand. PC vor der der Nase. Block zum Schreiben daneben. Heft aufschlagen. Link in den Browser eintippen (bloß keine Fehler machen), dabei darf das Heft nicht wieder zuklappen, Heft zur Seite legen, gefundene Ergebnisse zu Papier bringen. Besser dran ist man da schon, wenn man das PDF nutzen kann (was mir nicht überall möglich ist), von da die Links direkt anklicken und aktivieren kann und dann auch noch direkt am PC seine Notizen schreibt. Randbemerkungen zu Heftinhalten gehen im PDF aber zum Beispiel auch nicht.
Lernen ohne App

Was aber die Ideallösung im heutigen Zeitalter ist, ist eine entsprechende App. Tja und die bietet ILS für den Studiengang des Social Media Managers an. Bisher nur für iOS. Sie wird entsprechend angepriesen und es klingt so verlockend. Die Lösung nahezu aller Probleme. Handlich auf dem iPad Studienhefte lesen, Lesezeichen setzen, Notizen direkt an den gewünschten Stellen reinschreiben, Links verfolgen, das Onlinestudien-Zentrum direkt verfügbar usw. Ach, hätte ich doch ein iPad, dachte ich. Dann wäre mein Lernleben so viel leichter.

Schließlich habe ich es getan und in ein iPad investiert. Die erste App, die ich mir runtergeladen habe, war dann auch wirklich die ILS App. Um das Fazit voranzustellen: Es hat sich gelohnt, also die App. Sie erleichtert das Lernen wirklich ungemein. Nein, man muß sie nicht haben, es geht auch ohne, aber sehr viel weniger komfortabel. Mir spart die App effektiv auch Zeit, abgesehen davon, dass es so viel bequemer und entspannter ist, gemütlich oben in Tochters Hängesitz zu lernen, als krampfhaft am Schreibtisch zu hantieren.


Die Funktionen im Überblick
Die ILS App zum Social Media Manager Kurs beinhaltet alles, was das ILS respektive die Fernakademie Klett einem zum Kurs bietet. Die Studienhefte, direktes Öffnen der enthaltenen Verweise (Links), den Zugang zum Onlinestudien-Zentrum (hier im Folgenenden OSZ genannt), den Zugang zum Lehrgangswiki. Klingt jetzt nicht so viel, ist aber eine ganze Menge, wenn man die einzelnen Funktionen näher betrachtet.

Das Onlinestudien-Zentrum
Die Zentrale des Studiums. Im OSZ hat man zunächst mal den Überblick über sein Studium, seine bisherigen Noten (Studienmanager), den Kontakt zu den Fernlehrern. Hier gibt es auch diverse Foren, Studiengruppen, den Chat. In der App wird das OSZ allerdings aufgetrennt. Es ist nicht als ein Objekt im Zugriff, sondern schon mit Einzelicons in der Übersicht getrennt. Studienmanager, eine Übersicht über die Gruppen (Foren), bei denen man sich angemeldet hat, Kontakte, Informationszentrum (Nachrichten, Downloadbereich; FAQ etc.), Mailbox, Kontakt zum Studienbetreuer, Chat. Alle Einzelbereiche sind natürlich miteinander verzahnt.
Das funktioniert alles wunderbar. Nur einen Bug habe ich mit meinem iPad der dritten Generation (noch). In den Gruppen kann man wie in jedem Forum in verschiedene Threads. Klickt man sich dann einen Link weiter und betätigt danach zurück-Button in der Navigationsleiste hat man ein Problem: Man erhält eine weiße Seite. Reload führt einen leider wieder auf die Startseite der Gruppen zurück. Das ist doch ein wenig nervig, wenn man es denn mal ernsthaft versucht. Abgesehen davon, dass das ganze relativ langsam vor sich geht. Das ist zum Glück aber auch der einzige Bug, der mir bisher begegnet ist. Dass der Chat mit dem iPad im Ernstfall, wenn mal was los ist, schwierig ist, liegt am iPad. Da verdeckt die Tastatur einen Großteil des Chatfensters und man kann entweder schreiben, oder den Chat verfolgen. Auch hier ist das Tempo übrigens nicht berauschend. Im OSZ würde ich mir noch eine weitere Performance-Verbesserung wünschen in den nächsten Versionen. Letztlich ist das aber der unwichtigste Teil an der App, denn es ist kein Akt, sich im Browser im OSZ anzumelden, und wenn ich ehrlich bin, ist das da auch nicht wirklich schneller…
Randbemerkung: da es sich um ein ONLINEstudienzentrum handelt, funktioniert es nur, wenn man über eine WLAN oder 3G Verbindung zum Internet verfügt. Wie überhaupt alles, was an der App Internetbezogen ist. Logisch.

Die Studienhefte
Das Wichtigste an der App. Eindeutig. Das, was einem das Lernleben so ungemein erleichtert. Gerade für einen Kurs in welchem es um ein Online-Thema geht. Die benötigten Studienhefte lassen sich hier unkompliziert downloaden und anschließend durcharbeiten. Ja und dieses Durcharbeiten ist es, was den Unterschied zum „normalen“ Lernen ausmacht. Man hat alles in einem. Man liest den Text im Heft, ganz normal. Aber natürlich hat man hier auch die Vorteile eines PDFs. Man kann suchen, im Inhaltsverzeichnis direkt zu den Seiten springen. Aber das ist natürlich noch nicht alles.
NotizfunktionIch liebe die Funktion der Randnotizen. Auf das Icon klicken, dann auf die gewünschte Stelle im Text und es öffnet sich ein Notizzettel. Selbstverständlich gibt es auch eine Übersicht über diese Notizzettel, mit der Position der Notiz so wie ihrem Textanfang. Nebenbei lassen sich die Notizen aus als Mail verschicken.
Dass man sich Textpassagen (in verschiedenen Farben) markieren/kopieren kann, muß ich nicht erwähnen, oder? Man kann sich ausgewählte Wörter/ Sätze aber auch direkt bei Google suchen lassen, oder im Lehrgangswiki nachschlagen (dazu später mehr).
Markierungsmöglichkeiten
Die Lesezeichen hatte ich schon erwähnt. Diese lassen sich seitenweise setzen. Auch hierfür gibt es eine Übersicht.

Zusammenfassung im HeftOhne die App würden unzählige Zettel im Heft kleben, als Lesezeichen, das Heft wäre kunterbunt, mit Randnotizen versehen, externe Notizen würden einen begleiten (gut, ich benutze trotzdem gerne zusätzlich Stift und Papier).
Eine Zusammenfassung kann man auch direkt ins Heft schreiben. Und sich dabei von seinen eigenen Markierungen unterstützen lassen. Auch die Zusammenfassung läßt sich als e-Mail verschicken.

Die Hyperlinks im Heft werden grundsätzlich innerhalb der App angezeigt, sie lassen sich aber auch extern im Safari öffnen. Da ist man dann an einer herrlichen Kombinationsmöglichkeit. Link anklicken, darin etwas markieren, kopieren und als Notiz wieder ins Studienheft einbringen. Tja, das ginge ohne die App nicht.

Wiki
Ebenfalls in der App enthalten ist der direkte Zugang zum Lehrgangs-Wiki. Da kann man dann schnell mal was nachgucken. Wobei das social-media-abc.de von den Studenten selbst erarbeitet wird, es ist also noch sehr stark ausbaubar. Um es mal so zu formulieren. In den Einsendeaufgaben der einzelnen Hefte ist meist die Aufgabe enthalten, das Wiki um einen passenden Eintrag zu erweitern. Das sollte man aber tunlichst nicht in der App versuchen. Ich habe den Wahnsinnsversuch mal für eine Änderung unternommen. Nie wieder. Wobei weder die App noch das Wiki etwas dafür können. Das geht mit dem iPad einfach nicht. Die Tastatur ist ständig im Weg, um nur ein Problem zu nennen. Dass das Wiki teilweise ewig braucht, um sich zu öffnen, bzw. es gar nicht tut, ist allerdings ein Problem der App.

Einstellungen
gibt es für die App natürlich auch. Sie beinhalten alles was nötig ist. Man kann seine Zugangsdaten zum OSZ und zum Wiki eingeben, sowie die Darstellung der Hefte beeinflussen.

Fazit:
Ja, die App lohnt sich wirklich, wenn man den Social Media Manager Kurs des ILS oder der Fernakademie Klett macht. Das Lernen ist um einiges komfortabler, und ich empfinde es tatsächlich auch als Zeitersparnis. Außerdem ist so ein iPad auch besser zu transportieren als DIN A4 Hefte, Zettel, Schreibblock und noch ein Notebook o.ä. Gut, das iPad kann man auch ohne die App haben, aber das wäre schlicht dumm in diesem Zusammenhang. Also, wer als Teilnehmer des Kurses ein iPad hat, muß die dazugehörige App einfach haben.
Am schlechtesten gelöst finde ich persönlich übrigens die Startnavigation. Ich habe ewig gebraucht um zu kapieren, was ich wie schieben muß, um an die einzelnen Elemente heranzukommen. Und ich habe immer noch Probleme damit. Vielleicht bin ich auch einfach nur zu – sagen wir mal – ungeschickt.

Bestimmt habe ich noch irgendwas übersehen, aber so lebe und lerne ich bisher mit meiner App. Und bin froh, dass ich sie habe.
Notiz zum Schluß: Die App enthält auch eine direkte Feedbackfunktion und natürlich eine Hilfe. Beides funktioniert sogar und macht damit auch Sinn. Auf Feedback erhält man Feedback und die Hilfe hilft bei allem, was man zur App an Fragen hat.

Ein Kommentar

  1. Das nenne ich mal einen umfassenden Bericht. Vielen Dank dafür!

{"value":"\n