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Fokus Kinderseiten: Ohrka

Ohrka LogoOhrka e.V. feiert in diesem Monat seinen einjährigen Geburtstag. Ein Grund zu gratulieren und auch ein schöner Anlaß den neuen NetLeben-Fokus zu Kinderseiten im Netz mit Ohrka zu beginnen. Denn ein kleines Fazit vorweg: Wir lieben Ohrka.
Was sich hinter Ohrka verbirgt, möchte ich für die, die es noch nicht kennen, hier vorstellen:

Kategorie

Hörspiele, Kindermedien, z.T. auch Bildung. Alles kostenlos!

Übersicht

Ohrka e.V. hat es sich zum Ziel gesetzt, möglichst viele Stunden an kostenlosem Hörmaterial für Kinder zur Verfügung zu stellen. Dabei ist das „möglichst viele“ nicht gleichzusetzen mit „egal was und wie“. Ganz im Gegenteil. Die auf der Webseite angebotenen Hörbücher und Hörspiele brauchen sich vor den kommerziellen Angeboten nicht zu verstecken. Denn hier sind echte Profis am Werk. Als Sprecher fungieren zum Beispiel Anke Engelke, Stefan Kaminski, Oliver Rohrbeck, David Nathan und Katharina Thalbach.

Inhalte

Was gibt es denn bei Ohrka zu hören? Vieles. Verschiedenes. Für unterschiedliche Altersgruppen. Für die kleinen Hörer ab 5 Jahren gibt es kurze Hörgeschichten u.a. von Paul Maar. Ganz frisch in diesem mit „Abenteuerlich lustig“ überschriebenen Bereich, sind verschiedene Märchen, gelesen von Katharina Thalbach. Für diese gilt die Altersempfehlung schon ab 3 Jahren.  Auch Baron Münchhausen, Zwerg Nase, Till Eulenspiegel, Nils Holgersson und und und stellt Ohrka den Kindern zur Verfügung.

Hinter „Tierisch spannend“ verbergen sich die Geschichten für Kinder ab 8 Jahren. Hier gibt es zum Beispiel das komplette Dschungelbuch, wunderbar gelesen von Anke Engelke. Alice im Wunderland, Die Schatzinsel (empfohlen ab 12), Reise zum Mittelpunkt der Erde und andere Klassiker finden sich hier in ganz frischer Lesung von bekannten Sprechern.
Die Hörspielreihe „Die Alsterdetektive“ liebt Töchterchen so sehr, dass ich die fünf Folgen mittlerweile fast auswendig mitsprechen kann.

Außerdem gibt es diverse Reportagen für Kinder. Zum Beispiel geht es mit Karsten Schwanke durch das Deutsche Museum, oder (bestimmt auch toll für den Sachkundeunterricht in der Schule) die Reihe „Woher kommt unser Essen“. Eine neue Serie widmet sich dem gleichen Thema, wie dieser NetLeben Fokus: „Gute Seiten im Netz“. Podcasts von Annik Rubens und Oliver Betram, von denen ich – wie ich zu meiner Schande gestehen muß – noch nicht einen gehört habe. Aber wer zum Beispiel Anniks und Olivers Podcast Kinderwahnsinn kennt, weiß um die Qualität ihrer Inhalte.

Ohrka macht jetzt mit seinen Geschichten auch per last.fm Online-Radio, das findet man per Zufall oder mit Wissen dann unter ohrka.de/radio.

Gestaltung und Benutzerfreundlichkeit

Ohrka Startseite
Da bin ich mir bei Ohrka immer noch nicht ganz einig, ohne den Grund dafür benennen zu können. Auf den ersten Blick ist es schön übersichtlich, zentral wird immer eine aktuelle Geschichte zum Abspielen angezeigt. Der Startknopf ist unübersehbar in der Mitte. Schön ist der kleine Fisch als Positionsanzeiger, nettes kleines Gimmick. Nicht ganz so glücklich finde ich den Downloadbutton, der sich zwar direkt neben der Positionsleiste befindet, aber für viele in seiner Funktion nicht eindeutig ist (ja, ich kenne da Beispiele, die mit dem direkten Abspielen Probleme haben). Vielleicht gibt es da irgendwann mal einen eindeutigeren Weg?  Ansonsten ist eigentlich alles zu dem aktuell abgespielten Hörspiel direkt über diesen Abspielbereich erreichbar.

Auf der linken Seite ist die Hauptnavigation, unterteilt übersichtlich nach Hören, Fragen und Suchen. Klickt man auf Hören, öffnen sich Unterkategorien, bei Fragen wird direkt zur FAQ Seite weitergeleitet, und auch die Suchseite wird direkt geöffnet. Diese ist übrigens schön übersichtlich.

Unten im Browserfenster auf der Startseite findet sich ein großes Menü zum Weiterblättern. Hier verbergen sich zum einen nochmal die einzelnen Hör-Kategorien, aber auch weitere Informationen rund um Ohrka.
Ganz am oberen Rand gibt es weitere Direktlinks. Auch einer zum wichtigen Downloadbereich, in welchem sich einzelne Hörbücher auch gezielt für den Download anwählen lassen. Letztlich eine textfokussierte Ansicht der Inhalte.

Die Startseite ist kinderfreundlich aufgemacht, ich finde die große Fläche zum direkten Anhören der neuesten Geschichten sehr angenehm. Mit Pfeilen am Rande der Abspielleiste kann Kind sich ebenfalls durch das Ohrka Angebot klicken und überraschen lassen, was als nächstes kommt.

Ohrka AndroidWas leider nicht geht, ist Ohrka mit meinem Android-Smartphone aufzurufen. Der Player wird anscheinend nicht geladen. Das habe ich aber auch erst jetzt beim Schreiben dieses Textes festgestellt und den „Machern“ noch nicht berichtet. Erfahrungsgemäß liegt denen viel an der Überall-Hörbarkeit ihrer Hörbücher, so dass dieses Problem sich hoffentlich lösen läßt. Vielleicht ist es ja auch spezielles Problem von mir? [Update: Mit neueren Android Versionen kann man Ohrka hören, es hängt wohl an meiner alten Version]
iPad und iPhone sind aber auf jeden Fall Ohrka-kompatibel. 

Kindermeinung

Meine Tochter liebt Ohrka. Immer wieder kommt die Frage: „Mama, gibt es was Neues bei Ohrka? Können wir mal gucken?“ Während sie in ihrem Zimmer meist Hörspiele und Hörbücher von CDs oder meine alten Kassetten hört, habe ich für’s Auto mittlerweile die meisten Ohrka-Geschichten auf mp3 CDs gebrannt. Ihre Lieblingsgeschichten sind die Krimi-Hörspiele der Alsterdetektive. Besonders auf Fahrten zu Oma und Opa nach Hamburg macht sich das gut. Und hat zur Folge, dass sie mehr über das Hamburger Rathaus weiß, als über den hessischen Landtag…

Mamameinung

Als Ohrka noch neu war, habe ich im Familienblog etwas darüber geschrieben. Auch über meine Skepsis gegenüber einem kostenlosen Angebot. Der Tontechnikerin in mir kamen sofort Zweifel, ob kostenlos in dem Bereich mit Qualität zusammengehen kann. Ich war überrascht, wie sehr gut das geht. Für meine innerlichen Vorurteile schäme ich mich heute noch. Ohrka e.V. hat sich durch das überzeugende Konzept zunächst Fördermöglichkeiten sichern können. Dadurch können die professionellen Sprecher finanziert werden. Die Redaktion hingegen erfolgt komplett ehrenamtlich. Auch die Tontechnikerin in mir hat nichts zu meckern und ist ganz begeistert von der Qualität.

Fazit

Eltern und Kind sind einfach nur begeistert von Ohrka. Nicht alle Geschichten sind etwas für mein Fräulein Tochter. Aber die Auswahl ist dennoch mittlerweile riesig. Selbst, wenn wir auf den 600 km zu Opa mal wieder im Stau stehen: Ohrka läßt uns nicht im Stich. Es gibt genug Geschichten für Hin- und Rückfahrt. Man hat die Wahl zwischen kurzen und langen, lustigen und spannenden, unterhaltsamen und lehrreichen Hörerlebnissen. Alle in gleichbleibend hoher Qualität. Und nicht zu vergessen: Kostenlos. Also auch für die Kinder zugänglich, deren Eltern nicht über die finanziellen Mittel verfügen, ihren Kindern (eine große Auswahl) Hörbücher zu kaufen.Und ja, auch Schulen und Kindergärten dürfen die Inhalte kostenlos nutzen.

Ich sage: Danke Ohrka!

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