Kinderseiten: Meine-Forscherwelt.de

Mein-Forschergarten.deUnter meine-Forscherwelt.de findet sich ein Forschergarten für Kinder. Ein Garten im Internet? Ja, ein virtueller Garten zum Entdecken und Erforschen. Der Forschergarten wurde entwickelt von der Stiftung Haus der kleinen Forscher und wird von einigen namhaften Partnern unterstützt. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und war nominiert für den Digita 2013.
Hinweis: der Forschergarten ist sehr umfangreich es gibt unglaublich viel für die Kinder zu entdecken. Deswegen werde ich hier nur kleine Ausschnitte direkt ansprechen. Sonst würde dieser Beitrag jeden Rahmen sprengen.

Was verbirgt sich im Foschergarten?

Öffnet man die Seite, wird man von zwei freundlichen Kindern (Juli und Tim) begrüßt, die sagen: „Komm mit unseren Forschergarten.“ Das heißt, die Seite eignet sich zunächst auch für Kinder, welche noch nicht lesen können. Sie ist optisch sehr ansprechend gestaltet, mit einem wunderschönen Bild von zwei Kindern im Wintergarten in einer Schneelandschaft (Garten wechselt je nach Jahreszeit). Die Seite stellt sich übersichtlich und aufgeräumt dar, so dass das Kind nicht überfordert wird. Juli und Tim führen die Besucher auch weiter durch den Forschergarten, von beiden gibt es auch Steckbriefe.

Das Kind wird also zunächst auch akustisch begrüßt, dann kann es sich orientieren. Geht es mit dem sehr großen Mauszeiger über die Seite, verwandelt sich der Zeiger öfter mal in eine Hand mit Zeigefinger und zeigt dem Kind dadurch, dass es etwas anzuklicken gibt.

Zentrale Links sind nicht nur schriftlich zu erkennen, sondern werden auch vorgelesen. Das ist manchmal etwas ungünstig, weil diese Punkte sehr eng zusammen liegen und dadurch ein akustisches Wirrwarr entstehen kann. Geht das Kind allerdings langsam von einem Ort zum anderen und hört sich erst mal einen Satz zu Ende an, ist es kein Problem. Die Sprache ist gut verständlich und Kind weiß sofort, was sich hinter den Links verbirgt.

meine-Forscherwelt.de

Was gibt es jetzt direkt hier zu entdecken?
Am besten ist es, wenn das Kind zunächst auf die Geschichte zum Forschergarten klickt. Dort öffnet sich dann ein kleines Buch in welchem die Geschichte über den sogenannten Helmholtz-Garten selbst steht. Die Geschichte ist kurz, erstreckt sich über drei Seiten, jeweils eine Seite mit Bild und eine Seite Text. Die Kurzgeschichte ist interessant geschrieben, so dass das Kind bestimmt Lust hat, den Forschergarten zu entdecken. Auch gut: Sie wird komplett vorgelesen. Nicht so gut: Der Ton lässt sich nicht abschalten. Entweder Kind schaltet seine eigenen Lautsprecher stumm, wenn es selber lesen möchte, oder es bekommt die Geschichte zwangsweise vorgelesen. Am Ende des Buches führt der letzte Klick dann direkt in den Forschergarten. Wird die Seite an einem Computer zum ersten Mal geöffnet, erscheint ein Hinweis, dass es etwas dauern kann, bis sich der Forschergarten geladen hat.

Warum das so ist, wird schnell klar, wenn sich die Seite wirklich geöffnet hat. Der Forschergarten ist liebevoll und absolut detailreich gestaltet. Unzählige kleine Bilder und Animationen laufen hier, in einer der Jahreszeit entsprechenden, Landschaft ab. Wieder erscheint der sehr große Cursor, mit welchem die Kinder durch den Forschergarten navigieren können. Der Garten lässt sich auch nach links und rechts scrollen, er ist schier riesig. Hinter vielen der kleinen Animation und Bildchen verbergen sich weitere Links. Diese können zu Spielen, zum Treffpunkt, zu Wissensinformationen, oder auch zur Werkstatt führen. Für die Bereiche Spielen und Wissen, Werkstatt und Treffpunkt gibt es auch einzelne Reiter, die gebündelt zu diesen Bereichen führen. Die drei Reiter finden sich unten auf der Seite, und sind auch direkt von der Startseite aus zu erreichen. Aber die Spiele und Informationen im Forschergarten selbst zu entdecken, ist natürlich viel spannender.

Klickt man zum Beispiel auf ein Kind, welches einen Regenschirm aufmacht, gibt es ein kleines Spiel. Es nennt sich Ramons Regenschirm. Das Kind soll Ramon in diesem Spiel helfen den Schirm gegen den Wind auszurichten. Es gibt unterschiedliche Regenschirme zur Auswahl, welche es mit Hilfe der Computermaus dirigieren soll. Ramon selbst erklärt das Spiel. Das Kind kann wieder lesen, oder einfach zuhören. An dieser Stelle lässt sich auch endlich der Ton abschalten. Dieses Spiel ist gar nicht mal so einfach. Hält man den Schirm falsch, wird er zum Beispiel vom Wind umgeknickt. So lernt das Kind spielerisch einiges über Windrichtungen etc. Das Spiel erstreckt sich über verschiedene Level und ist damit für Kinder unterschiedlichen Alters spielbar.

Forschergarten Spiel Ramons Regenschirm

Es gibt einige verschiedene dieser Spiele. Diese finden sich auch gesammelt unter dem Reiter „Spiele und Wissen“. Im Bereich Wissen finden sich – wie der Name vermuten lässt – viele verschiedene Informationen rund um die Natur. Wie stark ist der Wind heißt es da zum Beispiel, oder auch Sturm im Labor, oder Super-Fahrradlicht. Überall gibt es einzelne Seiten mit Informationen und Verweisen auf ein passendes Spiel.

Im Bereich Wissen müssen die Kinder lesen können, oder jemanden haben der ihnen vorliest. Diese Informationen sind auch schon schwieriger, so dass sie für die ganz kleinen Kinder, welche noch nicht lesen können, sicherlich auch nur bedingt geeignet sind.

Überall im Forschergarten finden sich auch Bereiche zum Thema Werkstatt. Auch diese kann man gesammelt und mit einem Klick auf den Reiter erreichen. In der Werkstatt können die Kinder forschen. Es werden verschiedene Experimente vorgestellt. Sonne wärmt Wasser zum Beispiel, oder Murmelbahn oder auch eine Eimergitarre. Am Rande der Experimente im Kasten gibt es auch hier immer noch einen Verweis „mehr zum Thema“, außerdem werden immer noch kleine Fragen zum Experiment gestellt. Bei der einer Gitarre zum Beispiel „Wie hören sich deine Töne an?“.

Forschergarten Treffpunkt

Außerdem gibt es noch den Treffpunkt, auch dieser ist gesammelt über einen Reiter erreichbar. Am Baumhaus im Forschergarten hängt eine Pinwand, auch sie ist der Zugang zum Treffpunkt. Der Treffpunkt ist das, was der Name vermuten lässt, hier können die Kinder sich austauschen. Sie können  Fragen stellen, oder auf die Fragen anderer antworten und auch einfach mal ihre Meinung sagen.
Ganz interessant für die Eltern: Bei Fragen mischt sich auch gerne mal jemand aus der Redaktion mit ein. Vorzugsweise, indem er einfach weiterführende Fragen stellt, welche die Kinder zum weiteren Nachdenken anregen. Wodurch sie vielleicht sogar selbst auf eine Lösung kommen können.

Unten rechts in der Ecke der Seite befindet sich ein kleiner Wecker. Dieser zeigt immer die aktuelle Uhrzeit an und lässt sich tatsächlich als Wecker benutzen. Das Kind kann sich also einstellen, wie lange es spielen möchte. Können natürlich auch die Eltern machen, um dem Kind Zeitvorgaben zu machen, dass es nicht zu lange am Computer sitzt. Wobei die Frage ist, wie lange lässt man sein Kind etwas lernen? Denn bei diesem Forschergarten steht wirklich der Lerneffekt im Vordergrund. Das aber mit so viel Spaß und so schön verpackt, dass es für das Kind wirklich hauptsächlich ein Spiel ist. So haben doch beide einen gewissen Effekt – Eltern und Kinder.

Fazit
Wie schon oben erwähnt, ist der Forschergarten sehr umfangreich. Weswegen ich hier nur einen begrenzten Blick darauf geworfen habe. Die Grafik der kleinen Forscherwelt an sich ist absolut ansprechend gestaltet, es macht den Kindern einfach richtig Spaß darin herumzulaufen, den Garten zu erforschen, immer wieder Neues zu entdecken. Was ich nicht ganz so gelungen finde, ist, dass permanent irgendwelche Geräusche im Garten stattfinden. Die ganze Zeit zwitschern irgendwelche Vögel, der Bach rauscht, der Wind weht. Das finden wir sehr nervig. Hier wäre es absolut wünschenswert, wenn nachgebessert würde und es möglich wäre, diese Geräusche abzustellen.

Meine Tochter, die eigentlich nicht viel Interesse am Internet hat, ist mit Begeisterung im Forschergarten zugange. Das will schon was heißen.

Der kleine Forschergarten hält, was der Name verspricht. Hier wird wirklich geforscht, hier kann das Kind wirklich Spaß am Entdecken haben und nebenbei ganz automatisch auch lernen. Die Spiele sind einfach zu verstehen, für unterschiedliche Altersstufen geeignet, die Navigation ist einfach.
Trotz der kinderleichten Bedienung, ist es natürlich immer gut, wenn die Eltern sich auch mit dem Forschergarten beschäftigen. Sie können ihren Kindern eventuell kleine Tipps bei den Spielen geben, oder einfach auch helfen die Experimente durchzuführen.

Meine-Forscherwelt.de eignet sich auch schon für Kinder im Vorschulalter. Weil die Spiele und auch die Geschichte drumherum vorgelesen werden. Die Experimente sind eher für Kinder gedacht, welche schon lesen können. Insgesamt kann ich den Forschergarten nur wärmstens jedem empfehlen.

Interessierte Eltern können sich unten links im Menü auf der Startseite beim kleinen Link Erwachsene über die Kinder-Webseite der Stiftung Haus der kleinen Forscher informieren. Sie werden automatisch auf die Webseite vom Haus der kleinen Forscher geleitet.

Was ich persönlich gut finde, ist, dass der Forschergarten auch auf mobilen Geräten läuft. Zum Beispiel auf unserem iPad funktioniert der die Seite reibungslos. Und so ein kleines Tablet lässt sich einfach auch mal mit gemütlicher aufs Sofa nehmen, als ein ganzer Computer. Kleiner Nebeneffekt: Gerade für die Experimente kann es sehr hilfreich sein, wenn man die Information einfach mitnehmen kann. Mein 6 Jahre altes MacBook hingegen stößt deutlich an seine Leistungsgrenzen.

Kommentare sind geschlossen.

{"value":"\n