Langsames Wiederfinden

Sendemast, Sonnenstrahlen brechen durch die WolkenIch tauche langsam wieder auf. Irgendwann im Laufe des letzten Jahres bin ich komplett abgesoffen. Ich habe hier im NetLeben schon manches Mal darüber geschrieben, dass die Umstände mich zermürben. Wann genau ich komplett untergegangen bin, weiß ich gar nicht. Wenn ich in diesem Blog zurückblättere, fällt mir jedoch auf, dass das Ganze über fast ein Jahr gelaufen sein muss.

Jetzt hatte ich vier Wochen frei, weil ich mir neue Perspektiven schaffen wollte. Ich wollte mir einen neuen Job suchen, oder vielleicht endlich aus dem vielen Einzelteilen, die ich kann, eine neue Einnahmequelle basteln. Es kam jedoch anders.
Kurz bevor die geplanten vier arbeitsfreien Wochen begannen, ging mir jegliche Kraft aus. Und das so gründlich, dass meine Akkus wirklich restlos entleert waren. Nun kann ich mich nicht wie ein altes iPhone zum Beispiel einfach mal austauschen. Meine Akkus wollten sich aber schlichtweg nicht mehr aufladen. Das zog sich über fast zwei der vier freien Wochen. Dann kam eine gemeine Erkältung, welche mich weitere zwei Wochen außer Gefecht setzte. Nun sind meine vier freien Wochen um und geschafft habe ich fast gar nichts.

Ich habe im Laufe der Wochen die Stellenanzeigen durchforstet, aber mich letztlich an nichts richtig ran getraut. Ja, ich darf mich Social Media Manager nennen, die Ausbildung dafür habe ich, den Fernkurs habe ich äußerst erfolgreich abgeschlossen (wie man so schön sagt). Aber die Praxis kann ich nun mal nicht nachweisen. Zu sehr hatte mich der Alltag im Griff, um mir hier nebenbei etwas aufzubauen. Und wenn ich etwas gut kann, dann ist es, dass ich mich schlecht verkaufen kann.

Milla-und-StellaEs ist schon eine Weile her, dass ich aus einem bestimmten Anlass für meine Tochter ein Buch schrieb. Aus diesem einem Buch sind inzwischen drei geworden, ich habe ein Brettspiel dazu gebastelt und eine App im Kopf. Das habe ich alles nur für meine Tochter gemacht. Inzwischen mehren sich jedoch die Stimmen derer, die davon sprechen, dass ich dieses Buch doch endlich mal einem Verlag schicken sollte. Jetzt bin ich am Überlegen, ob ich das wirklich einmal versuche. Die Aussichten dafür sind schlecht, das ist logisch. Zu viele Leute meinen, sie hätten ein gutes Kinderbuch geschrieben und schicken es an die Verlage. So recht mag ich mich da nicht einreihen. Aber zu verlieren habe ich damit ja auch nichts. Es ist einen Versuch wert, aber keine kurzfristige Lösung.

Ich sitze hier, und überlege mal wieder, was ich aus mir mache. Zunächst bin ich froh, mich selbst in diesen Wochen wiedergefunden zu haben. Denn nicht nur meine Akkus waren komplett leer, sondern ich selbst war auch vollkommen verschüttet. In einer dieser vielen Nächte hat sich dann doch ein Teil meiner selbst zu mir zurückgetraut. Seitdem geht es wieder aufwärts.

Auch wenn ich jetzt wieder arbeiten muss, hoffe ich, dass ich endlich Lösungen für mich finden werde. Ich fange jetzt in kleinen Schritten wieder an, das NetLeben wiederzubeleben. Mit Inhalten. Ein paar sind in den letzten Tagen schon wieder dazugekommen. Ich merke, ich bin wieder da. In meinem Kopf schwirren wieder sehr viele Ideen herum, welche ich irgendwie umsetzen möchte. Zur Zeit schreibe ich gerade an einem Artikel über Meine Forscherwelt, eine Internetseite für Kinder vom Haus der kleinen Forscher. Ob ich damit auch den Fokus Kinderseiten im Netz wiederbeleben werde, weiß ich noch nicht. Der ist zu sehr davon abhängig, ob ich mit meiner Tochter zusammen diese Internetseiten ausprobieren kann.

Zunächst widme ich mich hauptsächlich dem Familienblog. Ganz neu dort gibt es zum Beispiel gerade die Brummbärgeschichten in welchen mein alter Kuschelbär aus seinem langen Leben erzählt.
Und dann werde ich mir wohl mal Hilfe suchen müssen, um endlich den zukünftigen Weg für mich zu finden. Beruflich.

Kommentare sind geschlossen.