Ich habe viel zu tun. Zu viel. Auf dem Programm steht: Haushalt, einkaufen, Bügeln, Wildgarten bearbeiten, Kindergeburtstagsparty mit dem Motto Sterne und dazu passend eine Schatzsuche ausdenken. Papierkram aufarbeiten, meine Erkältung bekämpfen, Blogartikel für die Apfelwelten verfassen, hier was schreiben und Einsendeaufgabe des vierten Heftes für meinen Social Media Kurs. Der Vergleich der sozialen Netzwerke. Die letzten Tage war es schwierig. Mit dem iPad kann ich Google+ nur per App benutzen. In meiner erschwerten Arbeitsumgebung erhalte ich nur eine weiße Seite. Ich denke, Google+ will nicht mit Facebook und XING verglichen werden.

Ganz klar: ich muß was weglassen. Das Wetter befreit mich schon mal von dem Punkt Gartenarbeit. Einkaufen ist erledigt, währenddessen lief im Kopf schon mal das Planungsprogramm für die Sternenparty an. Nebenbei in einer anderen Gehirnecke die Frage nach dem Thema für das Social-Media-ABC, Teil der Einsendeaufgabe.

Zu Hause iPad und iMac gleichzeitig angeworfen, auf dem iPad mit Hilfe der App Starwalk das Sternbild Steinbock näher betrachtet, mit unserem Straßenverlauf zur möglichen Schatzsuche verglichen (Google Maps auf dem iMac geöffnet), nach Büchern zum Thema gesucht, währenddessen durch die Tweets des Morgens gescrollt, Facebook und Google+ jetzt endlich gemeinsam auf einem Bildschirm geöffnet, festgestellt, dass sich das Sternbild als Schatzkarte nutzen läßt, Badewasser fürs Erkältungsbad einlaufen lassen, nebenbei Hausarbeit angefangen, über das Wiki-Thema nachgedacht, Schatzversteck gefunden.

Jetzt sitze ich am iMac, eigentlich mit dem Vergleich der sozialen Netzwerke beschäftigt (Wiki-Thema ist vertagt aufs Mittagessen), frage mich, warum bitte immer Facebook und Google+ mit Twitter verglichen werden. Was hat Twitter damit gemeinsam? Aber das Thema hebe ich mir auf, wenn die Einsendeaufgabe fertig ist. Neben mir steht das iPad, da läuft Tweetbot, ich hoffe immer noch auf die Inspiration für das Social Media ABC, vielleicht fliegt sie mir ja in Form eines einzelnen Wortes in einem Tweet zu. Außerdem habe ich ja die App zum Kurs auf dem iPad, damit spare ich mir wenigstens, ein Papierheft auch noch hier rumliegen zu haben, welches dann sowieso immer wieder zuklappt. Außerdem ist das einfach die beste Lösung, die angegebenen Links nochmal durchzuarbeiten. Was ich beim Bearbeiten des Heftes im Kopf zusammen geschrieben habe, ist leider während der wochenlangen Arbeits-Zwangspause sehr löchrig geworden.
Nebenbei wird natürlich gleich essen gekocht.

Und was stand da heute sonst noch auf meiner Liste bis ca. 16 Uhr?

3 Kommentare zu “Multitasking heute

  1. Pingback: Social-Media macht es möglich Einmal um die Welt – vom Küchentisch aus | Heisti

  2. Ja, ich würde mich ja auch gerne wieder öfter auf nur eine Sache zur Zeit einlassen. Gelingt mir aber nur noch bei ganz intensiven, mein Gehirn fordernden Sachen. Und selbst da… Da ist nur der Focus auf ein Thema gerichtet, irgendeine Gehirnecke ist schon wieder woanders. Ich frag mich immer öfter, ob es jemals anders war.

    Morgen am Feiertag ist das Grundthema ja vorgegeben und äußerst erfreulich: Kind. Die hat heute schon das Motto „Fee“ für morgen ausgegeben, damit weiß ich auch, was ich zu tun habe.

  3. Hach, das klingt original wie ein Tag aus meinem Leben! Immer fünf Millionen Dinge zu tun und alles gleichzeitig und während man die Brote für die Schule schmiert, entsteht im Kopf bereits der nächste Artikel und man hat irgendwie ein Auge auf den Twitterstream zu einem bestimmten Thema.

    Dabei habe ich inzwischen so meine „Probleme“ mit diesem Multitasking. Klar, ohne Multitasking würde ich vermutlich gar nicht alles geschafft kriegen. Aber eigentlich ist es doch irgendwie schade, wenn man sich auf nichts so wirklich 100% einlassen und konzentrieren kann. Dinge, Gedanken, Aufgaben wirklich durchdringen, wie die Kinder das tun. Das fehlt mir manchmal ein wenig. Und immer dann, wenn mir das bewusst wird, rücke ich ganz bewusst das Multitasking ein wenig beiseite und mach mal wieder ein bissl Singletasking.

    Tut auch mal gut! Aber man rutscht schnell wieder in das gewohnte Multitasking rein, ob man will oder nicht, weil man ansonsten einfach nicht alles erledigt kriegt…

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