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NetLeben-Fokus: Kindersuchmaschinen

Kindersuchmaschinen LogosIm ersten NetLeben-Fokus geht es um Kindersuchmaschinen.

Wie lernen Kinder mit dem Internet umzugehen? Bei uns fiel schon auf einem Elternabend in der ersten Klasse das Wort „Internetrecherche“ (ohne dass es dann wirklich zur Anwendung kam). Aber wie recherchiert Kind im Internet? Wenn es vielleicht wahrscheinlich noch nicht mal die Rechtschreibung beherrscht? Soll man die Kinder dann einfach mal auf Google loslassen? Wohl kaum. Viel zu viele Ergebnisse, die wenigsten davon wahrscheinlich für das Kind relevant. Von nicht-altersgemäßen Inhalten mal abgesehen.

In unserer Grundschule beginnt so etwas wie Medienbildung in Sachen Internet in der dritten Klasse. Ja, von Schulbeginn an stehen im Klassenraum zwei PCs, die aber nur selten genutzt werden. Denn wenn man ein Kind mit Aufgaben daran setzt, werden die anderen abgelenkt (und wollen auch). Es gibt einen Computerraum mit 12 Plätzen. Aktuell (2. Klasse) gehen die Kinder jetzt mit ihrer Lehrerin da rein und werden mit Antolin vertraut gemacht. PCs spielen also durchaus schon eine kleine Rolle im Grundschulleben.

Ins Internet geht es dann wie gesagt ab Klasse 3. Dort sucht man dann mit der Suchmaschine Blinde Kuh. Es gibt ja aber noch andere Suchmaschinen für Kinder. Frag Finn und Helles Köpfchen sind wohl neben Blinde Kuh die bekanntesten. Kürzlich wurden die Ergebnisse einer Studie  des Deutschen Jugendinstituts (DJI) zu Kindersuchmaschinen veröffentlicht. Wie nutzen 6-13 jährige Kinder Kindersuchmaschinen – wenn überhaupt? Heraus kam unter anderem, dass Kinder meist mit nur einem Wort suchen und nach einer Anfrage die Suche beenden. Ganz klar abzulesen ist auch, dass die Suchmaschinen in erster Linie genutzt werden, um Hausaufgaben zu erledigen. Anhand der Suchbegriffe kann man die Lehrplaninhalte wiederfinden. Am Wochenende gehen die Anfragen um 90% zurück. Und wonach suchten die Kinder am häufigsten: Nach „Hund“, „Spiel“ und auch nach „Sex“. Spätestens am letzten Beispiel wird die Bedeutung von Kindersuchmaschinen mit altersgerecht gefilterten Ergebnissen deutlich.

Ich werde hier im NetLeben meinen ersten Fokus auf die Kindersuchmaschinen setzen und verschiedene Kindersuchmaschinen in einzelnen Beiträge beleuchten. Um auch wirklich vergleichen zu können gibt es bestimmte

Kriterien:

Wir hatten hier neulich die Frage: „Warum fällt das Brot immer auf die Butterseite?“. Das wird die von den Kindersuchmachinen zu beantwortende Frage sein. Im Ganzen, aber auch in Einzelworten, wie „Brot“, Butter“, „Butterseite“, oder Kombinationen wie „Brot fällt“ und „Brot Butter“. Da Kinder bekanntlich vor allem in der Grundschule nicht immer sicher in der Rechtschreibung sind. werde ich auch mit Schreibfehlern suchen. „Broht“ oder „Butta“, „Brod“, „Bot“, „Buta“. Da wir Erwachsenen da ja immer gleich Murphy im Kopf haben, wird auch der gesucht. Mal sehen, wo ich welche Ergebnisse bekomme. Auch die laut DJI-Studie häufigsten Suchbegriffe probiere ich aus.

Aber eine Kindersuchmaschine soll vielleicht nicht nur Ergebnisse liefern. Ich gucke – das natürlich ein wenig subjektiv – auf die Gestaltung der Webseite. Das Design.  Die Usability. Denn die Kinder sollen ja irgendwie dazu gebracht werden, die Suchmaschinen zu nutzen und wenn das gleich total verworren und unübersichtlich ist, wird es schwierig.

Weitere Punkte: Wie leicht finden die Kinder die eigentliche Suche auf der Seite? Wird ihnen erklärt, wie sie am besten suchen können? Was bietet die Seite außer der Suche und wo und wie? Ist die Seite werbefrei?  Töchterchen muß auch dran glauben und ihre Meinung kundtun. Wie gefallen ihr die Suchmaschinen? Kann sie spontan damit umgehen? Bisher meidet sie Computer und Internet eher.

Ich beginne mit Blinde Kuh, eben weil die in unserer Schule benutzt wird. Zunächst wird es jedoch noch einen kurzen Beitrag geben, mit den Ergebnissen, die Google liefert.

Abschließend die Links zu den anderen Beiträgen des NetLeben-Fokus Kindersuchmaschinen:

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