Schlagwort: Definition

BlogSprint: Ist Twitter für Gruppenarbeit einsetzbar?


Kurzfristig hat meine Neugier gesiegt und ich beteilige mich an Dörte Giebels (@diegoerelebt) BlogSprint. Ich bin nicht vorbereitet, im Gegensatz zu den anderen. Die Neugier hat einfach gesiegt und ich gucke was ich schreiben kann. Mehr zum BlogSprint, der Planung und dem Live-Geschehen gibt es in der Netzfaktorei.

Ich habe mich Katja (http://piratepad.net/DiPlBPlzW7) angeschlossen, die das Thema vorschlug: Gruppenarbeit mit verschiedenen Tools und die Erfahrungen dazu.
Katja berichtet über ihre Erfahrungen mit Kolloboration im Social Web, Jasmin denkt über die Möglichkeit nach, Skype zum gemeinsamen Lernen einzusetzen, und Heike schreibt etwas zur Dropbox.

Da ich so rein gar keine Zeit hatte, mich vorzubereiten, bin ich erst kurz vor Beginn in das PiratePad eingestiegen und habe mir Twitter rausgepickt. Denn da stellt sich doch die Frage: Kann man in 140 Zeichen überhaupt auch nur ansatzweise in einer Gruppe arbeiten? Und wenn ja, welchen Gehalt hat das?

Gut, das Schreiben ist jetzt eröffnet, ich bin immer noch mittelmäßig planfrei, denn die letzten Tage waren arbeitsintensiv. Alles andere lief nebenbei. Und bei nebenbei bin ich bei dem, womit ich in letzter Zeit immer mal nebenbei so etwas wie Gruppenarbeit wahrgenommen habe. Im allerweitesten Sinne. Denn viel anderes hatte ich gar nicht zur Auswahl, als eben Twitter.
Mal schnell 140 Zeichen geht fast immer, sofern Internet vorhanden ist.

Tiefere Gruppendiskussionen sind bei Twitter jedoch fehl am Platz. Und je größer die Gruppe wird, um so kleiner wird die Zahl der für Inhalt verfügbaren Zeichen. Wie will man da noch mit Inhalt hantieren? Das geht doch gar nicht! Oder etwa doch? Wie komme ich überhaupt auf die Idee?

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Freunde! Freunde??? Definitionen in Zeiten von Facebook

Ich habe mich lange um Facebook gedrückt. Aber nun bin ich da. „Auf“ Facebook. Und plötzlich habe ich Freunde. Viele Freunde.
Gut – im Verhältnis zu vielen, vielen anderen Facebook-Mitgliedern sind das lächerlich wenige. Aber für mich sind das eindeutig zu viele. Zumindest für den Begriff „Freunde“. Im meinem normalen Offline-Leben gehe ich äußerst vorsichtig mit dem Wort „Freunde“ um. Auch im Netleben würde ich es niemals freiwillig so inflationär verwenden, wie Facebook mich dazu nötigt.

Wie viele echte Freunde habe ich eigentlich? Wenige, sehr wenige und verdammt wenige, wenn ich mal meine ganz persönliche Definition für „Freunde“ benutze. Und jetzt plötzlich bekomme ich Freundschaftsanfragen gestellt. Jede Menge für meine Verhältnisse. So viele habe ich im ganzen Leben bisher nicht bekommen. Also ohne Facebook. (Und alles weitere sollte jetzt keiner persönlich nehmen, ich meine das nämlich ganz allgemein und grundsätzlich und auch vorgedanklich theoretisch). Also stehe ich da. Gucke mir die Anfrage an und denke „Ähm ja klar, kenne ich, aber muß ich mit dem jetzt wirklich hier was tun haben? Will ich ständig über das informiert sein, was er/ sie gerade macht?“ Es gibt Leute klar, die kenne ich, oder welche, die kannte ich mal. Aber muß ich mit denen jetzt befreundet sein? Was mich am meisten stört ist dieser Begriff „Freunde“. Aufgezwungen von einem Netzwerk. Mit einer anderen Formulierung wie zum Beispiel „Kontakte“ (natürlich unbrauchbar im Facebook Jargon) würden sich mir bei Anfragen manchmal sicher weniger die Nackenhaare sträuben. „Freund“ ist für mich einfach eine Definition, die hat in einem sozialen Netzwerk nichts zu suchen. Außer, ich tagge jemanden dort freiwillig und aus Gründen mit dem Begriff.

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