Schlagwort: Freunde

Facebook: In Sachen Freundschaftsanfragen

Es ist schon lange her, dass ich mich hier mal zum Thema Freunde bei Facebook geäußert habe. Zur Zeit flattern bei mir gehäuft Freundschaftsanfragen rein, welche ich nicht zuordnen kann. Mir sagen die Namen nichts, die Profilbilder ebensowenig. Manchmal vermute ich vielleicht noch eine Verbindung und sehe mir die Chronik des Anfragenden an.

Dann frage ich mich, was soll das? Wozu schickt mir jemand mir Unbekanntes eine Freundschaftsanfrage? Aus reiner Sammelwut/ -Leidenschaft? Nein, ich gehöre nicht zu den Jägern und Sammlern, und werde damit auch nicht anfangen, nur weil mir diverse Leute Angebote machen.

Ich akzeptiere nur Freundschaftsanfragen von Menschen die ich persönlich kenne. Oder von solchen, die ich in den Weiten der virtuellen Welt gut kenne. Nicht nur, weil da jemand aus nur ihm bekannten Gründen auf den „Freundschaftsanfrage senden“ Button bei Facebook geklickt hat.

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Randnotiz: Ich mag Facebook-Listen

20121030-093159.jpgJa, ich gebe es zu: Ich bin ein Fan der Facebook-Listen. Und das nicht erst seit Facebooks Edgerank-Seiten-Verdrängungs-Strategie. Ich finde diese Listen-Verwaltung einfach praktisch. So kann ich meine sogenannten Freunde einsortieren, Arbeit, Privat, Weiterbildung trennen zum Beispiel. Ich kann einzelne Leute ganz aus meinem Newsstream entfernen, wenn da zuviel auftaucht, was ich gar nicht ständig sehen will. Auf der anderen Seite bin ich mir aber auch sicher, alle Meldungen von der Freundesgruppe angezeigt zu bekommen, wenn ich die Liste aufrufe. Ohne dass Facebook für mich über die Relevanz entscheidet.

Mit Seiten verfahre ich schon seit längerem genauso. Stück für Stück lege ich mir weitere Listen – nach Themen sortiert – an. Klar, jetzt hat das noch einen zusätzlichen Nutzen, nämlich die Sicherheit, Facebooks Filterung zu entgehen und sehen zu können, auf welcher der Seiten es Neues gibt. Aber auch hier war der Ursprung für mich die Übersichtlichkeit und die Sortierung nach Interessen.

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Die #SoMMClique geht offline

Eigentlich ist es eher ein Randnotiz. Da es aber mal wieder plötzlich und gehäuft auftritt, ist es schon wieder interessant. Die #SoMMClique lernt sich kennen. In Einzelteilen und vor allem: Im Leben anderswo. Im NetLeben kennen wir uns ja schon, sonst hätten wir uns schließlich auch nicht #SoMMClique getauft.
Durch mehr oder weniger Zufälle ging es für mich aber in diesem Monat plötzlich auch offline weiter.
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Es ist wieder #ff

Twitter Timeline #ffJa, heute ist Freitag. Dass es auch noch Freitag der 13. ist, spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle. Hier geht es nur um den Wochentag. Der jede Woche wiederkehrt. Bei Twitter gibt es am Freitag eine Besonderheit. Plötzlich ist die halbe Timeline voll mit #ff. „#ff?“ fragt da manch ein Neuling, was ist das? #ff steht für Follow Friday. Kurz und vereinfacht gesagt, gibt man mit diesem Hashtag an, wen man in der letzetn Woche ganz besonders gern mochte, oder wer einem besonders viele Informationen geliefert hat, oder sonstwas mehr oder eniger bemerkenswertes.

Ich stelle mir jeden Freitag wieder die Frage: Macht der Follow Friday noch Sinn? So inflationär wie er gebraucht wird? Sollte man ihn nicht lieber wieder aufwerten und seltener verwenden? Nur für besondere Anlässe?
Ist es nicht eine viel dauerhaftere Anerkennung eines Followers, wenn man seine Tweets retweetet oder favorisiert? Und zeugt es nicht viel mehr von Sympathie, wenn wir öfter mal dem anderen antworten? Sagen diese drei Dinge nicht viel mehr über die Twitter-Beziehung und den persönlichen Wert des Followers aus, als jeden Freitag x Tweets mit dem Hashtag #ff abzuschicken?

Ich frage mich jeden Freitag wieder, ob ich jetzt z.B. die ganze #SommClique mit einem #ff bedenken soll. Oder was ist, wenn ich nur einzelne herauspicke, mit denen in der Woche etwas mehr los war? Ich mag doch auch niemanden weglassen. Aber: Jede Woche die Gleichen, ist das noch ernst gemeint? Hat das noch Wert? Klar freut man sich, wenn man mit einem #ff bedacht wurde. Das ist die andere Seite. Aber kann man das noch ernst nehmen, wenn es zum Standard wird?
Ich glaube, ich werde mich in Zukunft mehr auf direktes Retweeten, Faven und Antworten verlegen und mir den Follow Friday sorgfältig einteilen. Damit er nicht mehr in der Masse untergeht und nicht Gefahr läuft, bei diversen Twitterern auf der Liste der geblockten Hashtags zu landen, weil er nur noch die Timeline verstopft. Das hat er nicht verdient. Und die Leute, denen man ein #ff schicken möchte erst recht nicht.

Twitter-Clique

Hach ja. Da habe ich mich zur Twitter-Öffentlichkeit durchgerungen. Laber fast nur überflüssiges Zeug vor mich hin, komme kaum dazu, mich mit dem wesentlichen auseinanderzusetzen. Aber ich bin da. Folge. Lese mit. Arbeite interessante Links durch. Ja, Twitter macht Sinn für mich. Zumindest im Form des Folgens.
Meine Follower-Zahl ist relativ überschaubar, solange ich inhaltlich wenig zu bieten habe, ist mir das Recht.

Aber in den letzten Tagen stelle ich fest, dass ich plötzlich Mitglied einer Twitter-Clique bin. Zumindest kommt mir das so vor. Man könnte es die #SoMM-Clique nennen. Bestimmt gefürchtet von allen, die mehreren von uns folgen und nun ständig mit unseren Special-Interest Tweets belästigt werden. Da stehen dann schon mal locker bis zu 10 Namen in einem Tweet. Ein kleiner Mikrokosmos in der großen Zwitscher-Welt.
Ich bin fasziniert. Habe schon einen Antrag an @mons7 gestellt, das doch mal in ihre Twitter-Forschungen aufzunehmen. Sie kann das schließlich so gut.
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Freunde! Freunde??? Definitionen in Zeiten von Facebook

Ich habe mich lange um Facebook gedrückt. Aber nun bin ich da. „Auf“ Facebook. Und plötzlich habe ich Freunde. Viele Freunde.
Gut – im Verhältnis zu vielen, vielen anderen Facebook-Mitgliedern sind das lächerlich wenige. Aber für mich sind das eindeutig zu viele. Zumindest für den Begriff „Freunde“. Im meinem normalen Offline-Leben gehe ich äußerst vorsichtig mit dem Wort „Freunde“ um. Auch im Netleben würde ich es niemals freiwillig so inflationär verwenden, wie Facebook mich dazu nötigt.

Wie viele echte Freunde habe ich eigentlich? Wenige, sehr wenige und verdammt wenige, wenn ich mal meine ganz persönliche Definition für „Freunde“ benutze. Und jetzt plötzlich bekomme ich Freundschaftsanfragen gestellt. Jede Menge für meine Verhältnisse. So viele habe ich im ganzen Leben bisher nicht bekommen. Also ohne Facebook. (Und alles weitere sollte jetzt keiner persönlich nehmen, ich meine das nämlich ganz allgemein und grundsätzlich und auch vorgedanklich theoretisch). Also stehe ich da. Gucke mir die Anfrage an und denke „Ähm ja klar, kenne ich, aber muß ich mit dem jetzt wirklich hier was tun haben? Will ich ständig über das informiert sein, was er/ sie gerade macht?“ Es gibt Leute klar, die kenne ich, oder welche, die kannte ich mal. Aber muß ich mit denen jetzt befreundet sein? Was mich am meisten stört ist dieser Begriff „Freunde“. Aufgezwungen von einem Netzwerk. Mit einer anderen Formulierung wie zum Beispiel „Kontakte“ (natürlich unbrauchbar im Facebook Jargon) würden sich mir bei Anfragen manchmal sicher weniger die Nackenhaare sträuben. „Freund“ ist für mich einfach eine Definition, die hat in einem sozialen Netzwerk nichts zu suchen. Außer, ich tagge jemanden dort freiwillig und aus Gründen mit dem Begriff.

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