Schlagwort: Reize Reizüberflutung

Mein erstes Mal: re:publica

#rp13 Wand aus PappkartonsNach vielem hin und her, ja, nein, vielleicht, oder doch nicht… habe ich es getan und bin nach Berlin gefahren. Zu meiner ersten re:publica. Aufgeregt war ich. Ich. Zwischen sovielen realen Menschen. Aber neugierig war ich auch. Und ich bin mehr als nur froh darüber, es gewagt zu haben.
Berichtet über ihre re:publica haben schon viele andere. Ich mache hier jetzt einen Rundumschlag aus Neulingsperspektive. Wohlgemerkt Neuling mit privatem Hintergrund. Ja, ich habe meinen Abschluß als Social Media Manager, arbeite aber nach wie vor als Tontechnikerin und erarbeite in meiner raren (meist nächtlichen) Freizeit ein Konzept bzw. Reputation für eine neue berufliche Zukunft. Aber das ist ein anderes Thema, es war letztlich private Neugier mit Berufsinteresse, was mich nach Berlin brachte.

Zunächst war ich froh, dass ich nicht so ganz allein ankam. Mein Zimmer teilte ich mir mit Bianka, wir kamen zusammen in Berlin an und stimmten uns auch direkt für den ersten Tag in unseren Sessions ab. Wohin gehen wir? Was machen wir überhaupt so kurz nach der Ankunft, wenn die meisten anderen schon länger vor Ort sind? Erstmal freuen, dass wir der frühen Schlangenwarterei entgangen waren. Wir konnten direkt unsere Armbänder, Taschen und Halsbänder mit Namen abholen und uns ins Getümmel stürzen.

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Twitterunterstützes Reisen mit Stillstand

Sony Xpreia Active AusschnittDie letzte Woche hatte es in sich. Ich war unterwegs im Leben anderswo, aber mit starker Bindung zum NetLeben. Zuerst zur re:publica in Berlin, danach dann mit Töchterchen nach Segeberg zu Opa. Letzteres machen wir immer 2-3 Mal im Jahr. Ersteres war neu für mich. In vielerlei Hinsicht. Was auch neu war auf beiden Reisen: Ich machte regen Gebrauch von meinem Smartphone (und meinem iPad). Während der re:publica ist das nicht weiter verwunderbar, drumherum jedoch schon.
Es begann morgens mit der Bahnfahrt. In verschiedenen „Gebrauchsanweisungen“ zur re:publica hatte ich gelesen, dass man unbedingt seinen Reisebeginn twittern müßte. Ich überlegte, ob ich das nun rein aus Prinzip auch machen würde. Und ertappte mich dann dabei, dass ich es schlicht deswegen tat, weil ich nichts mit mir anzufangen wußte, da auf dem Bahnsteig absolut nichts los war. Und weil der Bahnmitarbeiter, der mir einen Parkschein aushändigte, schon am frühen Morgen so guter Laune war.

(Hinweis zur Lesung der Screenshots: Sortiert von unten nach oben 🙂 )

Tweets bei Reiseantritt

Schließlich ging es los. Ich mit meinen diversen Eigenheiten, die alle gegen das Bahnfahren sprechen, saß nach dem Regionalexpress im ICE 374 von Frankfurt nach Berlin. Der erste Schock für mich Platzangstmensch: Der „Fensterplatz“ hatte nur wenige Zentimeter Fenster neben meiner Rückenlehne. Noch dazu war die Luft nicht als solche zu bezeichnen. Ich bekämpfte die aufkeimende Panik mit – genau – twittern.

Irgendwas auf dem iPad spielen, einfach ein Buch lesen – das half nicht. Ich fand überflüssig, was ich da twitterte, sagte mir, das interessiert doch keinen (außer @bb_wortgewandt, die in Göttingen neben mir Platz nehmen sollte). Dennoch twitterte ich, las aber vor allem intensiv, was andere so schrieben. Als es im ICE dann langsam kühler wurde, beruhigte ich mich auch ein wenig. Ich schaffte es, nicht an der nächsten Haltestelle panisch aus dem Zug zu springen. Heilfroh war ich, als ich die Twitter-Kommunikation durch eine mit einem direkten Gegenüber ersetzen konnte. Sonst hätte der Smartphone-Akku die Bahnfahrt nicht überstanden.

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#SoMM Blogparade: Faszination Social Media

Social Media Icons
Bildquelle: Icons Aquaticus.Social by jwloh.

Seit dem 1. Mai läuft eine #SoMM Blogparade zum Thema Faszination Social Media. #SoMM? Der Hastag steht für den Social Media Manager Kurs des ILS bzw. der Fernakademie für Erwachsenenbildung. Einige Kursteilnehmer (ich war nicht darunter) kamen kürzlich auf die Idee einer Blogparade. Über das Thema #SoMMblog wurde auf den diversen Plattformen abgestimmt und Faszination Social Media hat gewonnen. Organisiert und den offiziellen Startartikel geschrieben hat Stef Bauske. Gut, da ich mir schon bei der Entscheidung für das Thema Gedanken gemacht habe, halte ich die hier fest.

Faszination Social Media. Hm. Finde ich Social Media faszinierend? Also ich, so ganz persönlich? Nicht wirklich. Social Media können aufregend sein, spannend, es gibt ständig Neues zu entdecken, man lernt immer neue Leute kennen und und und. Ja, Social Media bieten sehr viel. Aber faszinieren tut mich das Thema nicht. Das machen andere Dinge. Vielmehr gehört Social Media zum Alltag.

Ich blogge seit Anfang des Jahrhunderts (damals war das noch eine Web 1.0 Webseite), das ist ganz normal. Warum? Weil es mir Spaß macht. Ganz einfach. Das Internet ist Teil meines Lebens. In die sozialen Netzwerke habe ich mich öffentlich erst gewagt, als ich den Social Media Manager Kurs angefangen habe. Weil mir die Inhalte leicht fallen. Weil ich einen „Draht“ dazu habe. Mitgelesen habe ich an vielen Stellen schon, hier und da war ich auch angemeldet. Aber so ganz ohne Inhalt macht es eben nur halb so viel Spaß. Dieses private Geplapper in aller Öffentlichkeit war nicht so mein Ding. Inzwischen habe ich mich mehr oder weniger daran gewöhnt. Dennoch achte ich genau auf das, was ich in den Netzwerken von mir gebe.

Faszination? Auch wenn ich länger darüber nachdenke, nein, Faszination ist es für mich nicht. Social Media ist menschlich. Es ist schlicht eine Form mit anderen zu kommunizieren, es hilft in Zeiten, in denen sich alte Strukturen immer mehr auflösen. Ich bin weit weg von zu  Hause, habe ein Alter, in welchem man viele alte Bekannte aus den Augen verloren hat. Jetzt finde ich manche wieder. Das ist schön (in den meisten Fällen). Es macht Spaß. Ein wenig Nostalgie in der davonrennenden Zeit. Das passiert hautpsächlich auf Facebook, früher bei Stay Friends oder Wer kennt wen. Ja, bei den beiden Netzwerken war ich auch ganz früh dabei (mittlerweile aber der Menge wegen nicht mehr).

Es ist spannend neue Menschen kennenzulernen.

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