Schlagwort: Zeit

Dafür habe ich heute keine Zeit

Morgensonnenschein am Waldesrand…aber ich mache es trotzdem!
So dachte ich heute Morgen. Das Kind machte sich als Seehund auf den Weg zur Schul-Faschingsfeier und draußen kündigte sich ein herrlicher Tag an. Es war noch frostig, die Wiesen noch weiß gefroren, aber die Sonne strahlte vom Himmel. Verlockend. Sehr verlockend. Ich mag die Morgenluft. In den letzten Jahren ist es selten geworden, dass ich gleich morgens rausgehe.

Warum eigentlich? Ja, das Pferd ist tot. Wann immer ich frei hatte, führte früher der erste Weg nach oben zum Stall. Seitdem die alte Oma nicht mehr lebt, ist immer etwas anderes wichtiger. Einkaufen. Putzen. So viele freie Tage in der Woche habe ich dann ja auch nicht.

Auch heute war mein Tagesplan voll. Hausputz stand an. Diverse Dinge mußten gelesen und durchgearbeitet werden. Texte wollten erdacht und getippt werden. Alles wichtig. Wie immer. Ich blickte sehnsuchtsvoll nach draußen. Endlich so ein richtig schöner Morgen mit Sonne, die Luft roch nach Frühling. „Du mußt heute viel schaffen, du hast nur den Vormittag“, mahnte es in meinem Kopf.

einsamer ZaunpfahlWas tat ich? Ich zeigte meinem Kopf und den Tagesplänen einen Vogel, suchte die dicken matschgeeigneten Stiefel hervor, zog mich an und ging los. Atmete die leicht frostige Luft ein. Dachte an den Hausputz. Verwarf das schlechte Gewissen und beschloß das einzig Gescheite: ein geputztes, ordentliches Haus ist lange nicht so wichtig, wie eine aufgeräumte Seele. Hausputz hilft eher selten bei letzterem.

Weiterlesen

Notiz zum Fokus Kinderseiten

Fast zwei Monate ist es jetzt her, dass ich den NetLeben Fokus zu Internetseiten für Kinder angefangen habe. Leider blieb es bisher beim Anfang. Ich habe den Fokus nicht aus den Augen verloren, aber er setzt voraus, dass ich mich mit meiner Tochter gemeinsam mit denWebseiten beschäftige. Denn ohne Kinderurteil ist die Beurteilung einer Seite für Kinder wenig sinnvoll. Unsere gemeinsame Zeit ist aufgrund meiner Arbeitszeiten im Moment allerdings eher rar. Die wenige verbleibende Zeit, die wir wirklich unverplant miteinander haben, ist zu wertvoll um uns auf Zwang eines NetLeben-Fokus im Internet zu verbringen. 

Deswegen wird es nich etwas dauern, bis ich den Fokus fortsetzen kann. Derzeit sind hier Apps sehr gefragt, dazu wird es dann eher etwas hier geben. Denn so sehr ich auch eine Sache vernünftig zu Ende machen möchte, es gibt doch etwas, das sehr viel wichtiger ist: freie Zeit mit meiner Tochter.

Weiterlesen

Twitterunterstützes Reisen mit Stillstand

Sony Xpreia Active AusschnittDie letzte Woche hatte es in sich. Ich war unterwegs im Leben anderswo, aber mit starker Bindung zum NetLeben. Zuerst zur re:publica in Berlin, danach dann mit Töchterchen nach Segeberg zu Opa. Letzteres machen wir immer 2-3 Mal im Jahr. Ersteres war neu für mich. In vielerlei Hinsicht. Was auch neu war auf beiden Reisen: Ich machte regen Gebrauch von meinem Smartphone (und meinem iPad). Während der re:publica ist das nicht weiter verwunderbar, drumherum jedoch schon.
Es begann morgens mit der Bahnfahrt. In verschiedenen „Gebrauchsanweisungen“ zur re:publica hatte ich gelesen, dass man unbedingt seinen Reisebeginn twittern müßte. Ich überlegte, ob ich das nun rein aus Prinzip auch machen würde. Und ertappte mich dann dabei, dass ich es schlicht deswegen tat, weil ich nichts mit mir anzufangen wußte, da auf dem Bahnsteig absolut nichts los war. Und weil der Bahnmitarbeiter, der mir einen Parkschein aushändigte, schon am frühen Morgen so guter Laune war.

(Hinweis zur Lesung der Screenshots: Sortiert von unten nach oben 🙂 )

Tweets bei Reiseantritt

Schließlich ging es los. Ich mit meinen diversen Eigenheiten, die alle gegen das Bahnfahren sprechen, saß nach dem Regionalexpress im ICE 374 von Frankfurt nach Berlin. Der erste Schock für mich Platzangstmensch: Der „Fensterplatz“ hatte nur wenige Zentimeter Fenster neben meiner Rückenlehne. Noch dazu war die Luft nicht als solche zu bezeichnen. Ich bekämpfte die aufkeimende Panik mit – genau – twittern.

Irgendwas auf dem iPad spielen, einfach ein Buch lesen – das half nicht. Ich fand überflüssig, was ich da twitterte, sagte mir, das interessiert doch keinen (außer @bb_wortgewandt, die in Göttingen neben mir Platz nehmen sollte). Dennoch twitterte ich, las aber vor allem intensiv, was andere so schrieben. Als es im ICE dann langsam kühler wurde, beruhigte ich mich auch ein wenig. Ich schaffte es, nicht an der nächsten Haltestelle panisch aus dem Zug zu springen. Heilfroh war ich, als ich die Twitter-Kommunikation durch eine mit einem direkten Gegenüber ersetzen konnte. Sonst hätte der Smartphone-Akku die Bahnfahrt nicht überstanden.

Weiterlesen

Und was kommt jetzt?

Wolken2012 ist vorbei. Es war für mich ein Jahr, in dem ich fast komplett auf mich verzichten mußte. Auf mich oder auf etwas, was man als eigenes Leben bezeichnen könnte. Dazu blieb keine Zeit. Dennoch war es kein schlechtes Jahr. Ein anstrengendes, ein überfülltes Jahr, die Tage stets zu kurz, vieles blieb liegen, ja. Aber insgesamt war 2012 rückblickend betrachtet eher harmlos. Denn es gab mal keine großen Katastrophen.
Für uns schon ein Highlight.
Trotzdem bin ich jetzt, Anfang 2013, reichlich erledigt. Warum? Nun, die Umstände hier sind nicht die einfachsten und die Probleme sind komplex und Ende letzten Jahres sind einige Dinge eskaliert. Dreh- und Angelpunkt ist meine Arbeit, die keinerlei Regelmäßigkeit bietet. Weder von den Tagen her (in meinem Job stehen da 7 in der Woche zur Verfügung), noch von der Uhrzeit. Dadurch bin ich an Arbeitstagen meist erst zu Hause, wenn Töchterchen schon ins Bett muß. Was das auf Dauer bedeutet, werden Eltern nachvollziehen können. Vor allem geschiedene, ohne jeglichen weiteren Familienanschluß in erreichbarer Nähe. Also ohne Offline-Netzwerk.

Deswegen begann ich 2012 meinen Fernkurs zum Social Media Manager. Davon war das Jahr dann geprägt. Jede freie (und auch nicht-freie) Minute investierte ich ins Lernen. Immer mal wieder mußte ich kurze Zwischenpausen einlegen, ständig tauchte auch hier im Blog die eine oder andere Meldung davon auf. Es war nicht immer möglich, alles unter einen Hut zu bekommen.

Ende des Jahres
überschlugen sich dann die Ereignisse. Früher als geplant beendete ich den #SoMM-Kurs. Am Ende hat man die Möglichkeit zwischen vier verschiedenen Wahlheften auszuwählen. Diese Wahl beinhaltet auch die Möglichkeit nur eines oder auch alle vier der Module (oder zwei, drei) zu bearbeiten. Ich wollte wenigstens zwei dieser vier Themen mit im Zeugnis stehen haben.
Weiterlesen

BlogSprint. Antworten auf Fragen zum Twitter-Thema

Der BlogSprint und damit mein dabei entstandener Beitrag sind jetzt ein paar Tage alt, Zeit dass ich mich an Teil 3 meiner Nachbetrachtungen dazu mache. Der auch nur Teil 3a wird, weil so schon laaang.

Ich habe während des BlogSprints überlegt, ob Twitter für Gemeinschaftsarbeit eingesetzt werden kann. Der dabei entstandene Überblick mit Fokus auf das, was wir Student(innen) des Social Media Manager Kurses des ILS tatsächlich praktizieren. Auf Grundlage der Erfahrungen in unserer #SoMMClique. Dabei habe ich vieles angerissen, was in der Kürze des BlogSprints nicht näher auszuführen war. In den Kommentaren hier im Blog wurde das auch deutlich. Ein Anreiz, das angefangene Thema weiter auszuführen.

Beginne ich mal mit den gestellten Fragen

Jörg Eisfeld-Reschke bemerkte:
Ich finde es schade, dass Du auf die Zurückhaltung der Männer in Sachen #SoMMClique nicht näher eingehst. Ist das denn eine kursabhängige Zurückhaltung oder nur auf dem Medium Twitter festzustellen? Sprechen sie darüber, warum sie wie (nicht) kommunizieren?

Kurz gesagt: ich weiß es nicht, das aber aus vielen Gründen und umfassend.

Ja, die #SoMMClique ist irgendwie eine Frauenclique, aber warum ist das so? Es hat sich einfach so ergeben. Wie im offline Leben auch. Wir folgen uns in Teilen schon länger, wir haben uns also gegenseitig im Blick. Die Männer hingegen waren in dieser Vernetzung gar nicht inbegriffen zu dem Zeitpunkt des spontanen Entstehens. Somit haben sie es vielleicht auch gar nicht mitbekommen. Wir waren gerade zur selben Zeit am selben Ort und eine sagte etwas, auf das alle anderen einstiegen. Vielleicht waren nur wir Frauen da, vielleicht war es aber auch einfach ein Gezwitscher, dass die Männer nicht interessiert hat. Vielleicht sind wir in unserer Gruppe auch einfach nur am meisten von allen bei Twitter anzutreffen?
Weiterlesen

So war der BlogSprint gestern (für mich)

Gestern war er also, der erste BlogSprint. Initiiert von Dörte Giebel auch bekannt als @diegoerelebt.
Ich will hier nicht alle Details wieder aufzählen und erklären, die lassen sich in der Live-Berichterstattung der Netzfaktorei nachlesen. Ich will beschreiben, wie ich den BlogSprint empfunden habe (Heike hat das auch schon getan, genau wie Katja).

Außerdem möchte ich am Tag danach ein kleines Resumée ziehen, was ich gut oder eben auch nicht so gut empfunden habe. Was (für mich) bei einem weiteren BlogSprint zu beachten wäre. Und bei zu meinem gestrigen Beitrag gab es direkt nachfragende Kommentare, auch auf die möchte ich in einem weiteren Blogpost eingehen. Ich merke, das Ganze wird umfangreich, ich teil es also auf.

Hier nun Teil 1:

Wie war der BlogSprint für mich?

Wie mehrfach erwähnt, bin ich relativ unvorbereitet in den BlogSprint reingestolpert. Das empfand ich aber gar nicht so schlimm, denn Katja, Heike und Jasmin hatten gute Vorarbeit geleistet. Ich war so frech mich da kurz vor Toresschluß einfach einzuklinken. Ein kurzer Spaziergang vor Beginn, um mir das von mir anektierte Thema Twitter in der Gruppenarbeit durch den Kopf gehen zu lassen. Hat aber nicht geklappt, die Gedanken waren woanders.

Somit bin ich kurz auf knapp zum Google Hangout gekommen. Und dann? Meine erste Hürde, die ich nicht sonderlich gut gemeistert habe. Eine kurze Vorstellungsrunde. Mit der unvorteilhaften Einstellung der iMac Kamera, alle gucken mich also an. Geht gar nicht. Ja, ich bin immer noch ich. Leider. Ganz alleine bin ich mit einer gewissen Unsicherheit wohl nicht. Auch wenn wir uns (fast) alle schriftlich kennen, bei weitem nicht alle kennen wir uns live, in Farbe und mit Ton. Zunächst also auf allen Seiten leicht hilfloses Lachen. Frauen unter sich, bis Heiko Idensen dazukommt. Wir besprechen, wie wir vorgehen wollen. Jeder hat einen Plan, eine grobe Vorstellung. Ich habe wenigstens ein Thema. Dörte entscheidet sich als Gastgeberin zwischen unser aller PiratePads hin und her zu springen.
Weiterlesen

Twitter-Clique

Hach ja. Da habe ich mich zur Twitter-Öffentlichkeit durchgerungen. Laber fast nur überflüssiges Zeug vor mich hin, komme kaum dazu, mich mit dem wesentlichen auseinanderzusetzen. Aber ich bin da. Folge. Lese mit. Arbeite interessante Links durch. Ja, Twitter macht Sinn für mich. Zumindest im Form des Folgens.
Meine Follower-Zahl ist relativ überschaubar, solange ich inhaltlich wenig zu bieten habe, ist mir das Recht.

Aber in den letzten Tagen stelle ich fest, dass ich plötzlich Mitglied einer Twitter-Clique bin. Zumindest kommt mir das so vor. Man könnte es die #SoMM-Clique nennen. Bestimmt gefürchtet von allen, die mehreren von uns folgen und nun ständig mit unseren Special-Interest Tweets belästigt werden. Da stehen dann schon mal locker bis zu 10 Namen in einem Tweet. Ein kleiner Mikrokosmos in der großen Zwitscher-Welt.
Ich bin fasziniert. Habe schon einen Antrag an @mons7 gestellt, das doch mal in ihre Twitter-Forschungen aufzunehmen. Sie kann das schließlich so gut.
Weiterlesen

Die Konzentration beim Lernen

Eigentlich kann ich mich ja ganz gut in eine Sache vergraben. Ohne mich groß ablenken zu lassen. Und wenn ich mich ablenken lasse, komme ich trotzdem noch konzentriert voran. Aber heute ist so ein Tag, an dem geht gar nichts.

Angefangen mit einem Dienstplan, der Existenzängste hervorruft. Obwohl ich es besser wissen sollte, dass die Dinger selten bis zu ihrem Datum im Ist-Stand durchhalten.

Dann ein seltener Tagesanfang, mit reinem Privatvergnügen, einem frühen Ausritt. Auch schon seit Monaten nicht mehr gemacht. Wieder entspannt. Voller Tatendrang will ich lernen. Da klingelt das Telefon. Nichts mit freien Tagen bis Samstag. Morgen, übermorgen arbeiten. Nach dem Dienstplanschock vom Morgen kann ich nur annehmen. Will ja auch was zum Essen kaufen können. Aber ich muß alles umplanen. Ich wollte viel lernen, mit den Studienheften meines Social Media Manager Kurses vorankommen. Weiterlesen